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| Russische Fahne am Nordpol - in 4.000 Metern Tiefe (Foto: TV) | |
Sonntag, 05.08.2007
Russische Fahne am Nordpol: Energie und Nationalstolz
Von Gisbert Mrozek, Moskau. Daraus, dass die russische Flagge jetzt in 4.000 Meter Tiefe am Nordpol prangt, folgt natürlich nicht, dass der Nordpol Russland gehört. Genauso wenig, wie der Mond NASA-Eigentum ist.
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Wichtiger für die Völkerrechtler sind die Bodenproben, mit denen Russland beweisen will, dass der Meeresboden der Arktis eine direkte Fortsetzung des sibirischen Festlandssockels ist.
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Und wenn das so ist, dann ist eigentlich nach gültigem Völkerrecht - so zumindest die Moskauer Sichtweise – ganz eindeutig der Meeresboden der Arktis mit allen Bodenschätzen russisches Territorium. Darüber kann man sich dann ärgern. Genauso wie darüber, dass das Stockmann-Gasfeld oder die Öllager Sibiriens russisch sind. Aber man wird es wohl akzeptieren müssen – oder das Völkerrecht umschreiben.
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Das wäre doch ein wichtiger Unterschied zwischen Mond und Arktis.
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Die russische Fahne am Nordpol ist dennoch unübersehbar wichtig. Sie signalisiert sehr deutlich das Selbstgefühl, das Russland sich und der Welt vermittelt: "Wir sind wieder wer". Damit werden vor allem enorme Energiereserven in den Menschen Russlands selbst mobilisiert.
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Das ist auch eine Tatsache, mit der man rechnen muss. Und es ist gut, wenn es sich dabei um Aufbauenergie handelt. Sei es am Nordpol oder auf dem Mars.
Gisbert Mrozek, Moskau (gim/.rufo/Moskau)
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