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Mittwoch, 11.06.2008
Multimilliardär Kerimow verkauft russische Aktiva
Moskau. Der russische Multimilliardär Sulejman Kerimow stößt einen Großteil seines russischen Eigentums ab und kauft dafür Anteile an westlichen Banken. Angeblich soll er schon 3 Prozent der Deutschen Bank besitzen.
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Kerimow hat im großen Stil Aktien von Gazprom und der Sberbank, dem größten russischen Geldinstitut verkauft, schreibt heute der „Kommersant“. Im Gegenzug habe er etwa 3 Prozent der Deutsche-Bank-Aktien sowie Anteile an Morgan Stanley und den Schweizer Banken Credit Suisse und UBS erworben.
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Nach Darstellung der Zeitung hat Kerimow offenbar vor, auch seine Land-, Telekom- und Industriebeteiligungen in Russland abzustoßen. Das Blatt berief sich dabei auch auf Informanten in Kerimows Holding „Nafta-Moskwa“, die seine Aktiva verwaltet.
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Kerimow besaß zuletzt 4,5 Prozent an Gazprom (Gegenwert ca. 9,8 Mrd. Euro) und 5,7 Prozent der Aktien der Sberbank (ca. 3,5 Mrd. Euro). Zum Verkauf stehen auch 74 Prozent des größten russischen Silberproduzenten „Polimetall“.
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Warum Kerimow Kasse macht, geht aus dem Bericht nicht direkt hervor. Er wird üblicherweise zu den zehn reichsten Russen gezählt.
Kerimow stammt aus Dagestan und ist der einzige russische Oligarch aus der Kaukasus-Region. Von 1999 bis 2007 hatte er ein Duma-Mandat der Schirinowski-Partei inne, blieb aber üblicherweise den Parlamentssitzungen fern. Nach einem Bruch mit der LDPR trat er dem „Einigen Russland“ bei.
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Auch die Kreml-Partei versorgte ihn wieder mit parlamentarischer Immunität: Gegenwärtig ist er für Dagestan Senator im Föderationsrat.
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Schlagzeilen machte der damals 40 Jahre alte Oligarch 2006, als er auf der Uferpromenade von Nizza einen Ferrari Enzo an einer Palme halbierte. Kerimow wurde bei dem Unfall schwer verletzt.
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