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Aussschnitt aus dem Plakat zum Film. (Foto: ak/.rufo)
Aussschnitt aus dem Plakat zum Film. (Foto: ak/.rufo)
Mittwoch, 06.05.2009

Wie immer im Mai: Ein neuer Film über den Krieg

Moskau. Dieses Jahr ist keine Ausnahme: Zum Siegestag am 9. Mai sind neue Filme und TV-Serien über den II. Weltkrieg entstanden. Sehenswert ist der Film “Zum Kriege verurteilt” nach einer Erzählung von Wassili Bykau.

Im Fernsehen und in den Kinos wird das Angebot an Kriegsfilmen alljährlich aufgefrischt. Bereits früher produzierte Filme werden aus den Archiven geholt und laufen schon seit Mitte April. Sogar der Kult-Mehrteiler “Siebzehn Augenblicke des Frühlings” (über den Sowjetspion Stierlitz im Gestapo-Hauptquartier), der jedes Jahr zum Standard-Maiprogramm gehört, überrascht nach 30 Jahren seine Fans: Er läuft jetzt in Farbe.

Der sehenswerteste neue Film ist “Zum Kriege verurteilt” von Regisseurin Olga Schulina nach einer Erzählung des weißrussischen Schriftstellers Wassili Bykau; er kommt noch in dieser Woche in die Kinos.

Er fällt auf, weil er kein aufwendiger Action-Streifen ist, sondern ein mit einem kleinen Etat gedrehter, stellenweise poetischer Film, der in den weißrussischen Sümpfen spielt. Ganz in grau-braunen Tönen gehalten, erinnert er passagenweise ein wenig an Tarkowskis Filme.

Eine Liebesgeschichte vor Kriegskulisse

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Es ist Spätherbst 1942. Die junge, kaum 20 Jahre alte Weißrussin Sossja wird von ihrer Partisanenabteilung aus dem Wald in die benachbarten Dörfer an der Frontlinie bei Minsk geschickt. Sie soll herausfinden, welche Dörfer von deutschen Truppen besetzt sind.

Ihr folgt Anton. Er hat seine Einheit unerlaubt verlassen und eine Pistole mitgehen lassen, um Sossja unterwegs zu beschützen. Innerhalb von wenigen Tagen entwickelt sich die gegenseitige Sympathie der beiden jungen Menschen zu einer Liebesbeziehung.

Dann aber hört Anton zufällig aus einem fremden Gespräch, die Sowjets hätten die Schlacht um Stalingrad verloren. Für ihn bedeutet das nur eines: Der Krieg ist bald aus, er will überleben und seine Freundin um jeden Preis retten, auch wenn er dafür Fahnenflucht begehen und gegen Sossjas Willen sogar gewalttätig handeln muss.

Der Krieg kommt im Film wenig vor

Der Krieg erscheint hier fast nur als Hintergrund, in Spuren von Zerstörung oder Erinnerungen. Es werden keine Kampfhandlungen und so gut wie keine deutschen Soldaten gezeigt; diese tauchen nur in einer Szene im Hintergrund am Ende des Films auf.

Hauptthema ist die Liebesgeschichte von Sossja und Anton und die Auseinandersetzung damit, wie sich menschliche Charaktere verändern können, wenn sie plötzlich großen Prüfungen und extremen Anforderungen ausgesetzt sind.

Der erste Film der Regisseurin – über einen Putin-ähnlichen Leningrader

Mit “Zum Kriege verurteilt” verfilmte Olga Schulina die Erzählung “Gehen und nicht zurückkehren“ des bekannten weißrussischen Schriftstellers Wassil Bykau (Russisch: Wassili Bykow). Er selbst war Kriegsteilnhemer, was viele seine Werke prägte.

Es ist Schulinas zweiter Film; zuvor war sie vor allem als Schauspielerin tätig. Ihr erster Film “Der Kuss ist nicht für die Presse” kam im vorigen Jahr heraus. Er handelt von “einem Leningrader, der Judo treibt, perfekt Deutsch spricht und gewisse Höhen in der Politik erreicht hat”, hieß es damals im offiziellen Pressetext.

Der Hauptheld, gespielt von Andrej Panin, erinnerte dabei natürlich nicht von ungefähr an den damaligen Präsidenten Wladimir Putin. Aber der Film war, so versichert Schulina, keine Kreml-Auftragsarbeit, sondern ebenso eine Lowbudget-Produktion eines Privatsponsors, der in seine Zukunft investieren wollte. Als Ehefrau des Leningraders trat Darja Michajlowa auf.

Beste Frauenrolle

Die beiden Darsteller aus dem Erstlingsversuch von Olga Schulina sind nun auch in ihrem zweiten Film engagiert. In “Zum Kriege verurteilt” spielen Panin und Michajlowa eine polnische Bauernfamilie, bei der die Partisanen Sossja und Anton kurz Obdach finden.

Die Hauptrollen sind von den jungen, aber überzeugenden Moskauer Schauspielern Nina Loschinina und Juri Kolokolnikow besetzt. Nina Loschinina erhielt bereits einen Preis für die beste Frauenrolle, als der Film im März beim russischen Filmfestival “Literatur und Film” in Gatschina vorgestellt wurde.

Der Film “Zum Kriege verurteilt” ist vom 7. bis zum 20. Mai im Verleih. In Moskau läuft er in den Kinos „5 Swjosd“ und „Rolan“.



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