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Ostern in Russland: endlich alle Geheimnisse gelüftet
Moskau. Eines der größten Osterrätsel lautet: Wann ist eigentlich Ostern? Warum fallen Ostern in Russland und im Westen mal genau aufeinander und sonst nicht? Warum ist heuer Ostern in Moskau eine Woche später? Ganz einfach:
Ostern ist der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang. Frühlingsanfang ist trotz anderslautender Gerüchte immer der 21. März. Nur dass nach dem russischen Kirchenkalender der 21. März erst am 2. April stattfindet. Und schon geht die Rechnerei los. Unter besonderer Berücksichtigung des jüdischen Pessah-Festes.
Ostern ist für Russland jedenfalls das wichtigste aller Kirchenfeste. Es wird mit einer Ostermesse begangen, die die ganze Nacht über dauert - und mit der Weihung des Osterkuchens am Morgen endet.
Ostereier und Osterfeuer gibt es kaum. Aber am Ostersonntag ziehen Millionen von Russen auf die Friedhöfe, um dort ihrer Angehörigen zu gedenken. In dieser Form überwinterten während der gottlosen Sowjetzeit sowohl das christliche Osterfest als auch vorschristliche Bräuche.
Die Kirche mag die Tradition nicht, hat sich aber bisher nicht durchsetzen können.
... und in der Ferne glänzen die goldenen Kreml-Kuppeln vor dem Winterpanorama der Stadt Moskau. Das historische Moskau, das "Goldköpfige" genannt, hatte 40x40 goldene Kirchenkuppeln. ( Topfoto: mig/.rufo)