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Schlangestehen zur Honorarausgabe für Fake-Protest oder Fake-Film? (Foto: NTW)
Schlangestehen zur Honorarausgabe für Fake-Protest oder Fake-Film? (Foto: NTW)
Freitag, 16.03.2012

Anatomie des Protestes: Fake-Film über Fake-Protest

Moskau. Heftige Diskussion hat ein TV-Dokumentarfilm bei NTW ausgelöst: Hat die Opposition tatsächlich massenhaft Teilnehmer der Protestaktionen bezahlt? Oder war das eine NTW-Inszenierung zur Verleumdung der Opposition?

In dem NTW-Dokumentarfilm "Anatomie des Protestes" wurde am Donnerstagabend behauptet, die Anti-Putin-Opposition habe für ihre Protestaktionen massenhaft junge Leute gegen Bezahlung angeheuert. Beteiligt sei daran auch die moskauer US-Botschaft gewesen, hiess es in dem Film.

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Bisher hatte die Opposition immer wieder behauptet und stellenweise auch belegt, dass die Kreml-Partei "Einiges Russland" oder deren Jugendorganisation "Naschi" ihre Massenaufmärsche bezahlt hatte. Jetzt drehte NTW den Spiess um - handelte sich aber sogleich den Vorwurf der Opposition ein, die Aufnahmen selbst frech gefälscht zu haben.

In dem Film wurde u.a. gezeigt, wie am Tag einer Protestaktion an der Metrostation Sokolniki in einer Menschenmenge weisse Bändchen (das Erkennungszeichen der Opposition), Essenpakete, ein Vorschuss von 1000 Rubeln (25 Euro) und Gutscheine für einen späteren Honorarempfang ausgegeben werden.

Gezeigt wurde auch, wie Ausländer eine Kundgebung am Puschkin-Platz beobachten. Es handele sich um Mitarbeiter der US-Botschaft, erklärt der NTW-Reporter.

Der Auflauf an der Metrostation Sokolniki am 26.Februar sei allerdings von einer Firma organisiert worden, die sonst für Film und Fernsehen Statisten für Massenszenen anheuert, heisst es in Oppositionsblogs.



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Royaler 18.03.2012 - 17:11

Zukunft in sicherer Hand

Zumindest der Leserkommentarbereich
zur politischen Lage scheint ja denn für die Russland aktuell Leser in festen und sicheren Händen langerfahrener Beurteiler.

...Glas klar...z.B. ist natürlich ein schlagendes Argument und das sichere Wissen über die Oppositionsbewegung und deren Finanzierung vor allem aus dem
Ausland, speziell den USA, ist ebenso hervoragend belegt.

Da kann man nur das Allerbeste wünschen - vor allem ein spätes
Erwachen hinter all dem Nebel,
wenn - wie die Geschichte nunmal lehrt - auch jahrhunderealte
festgefügte Machtapparate dann mal weggefegt werden - und kurzzeitigere wie das System Putin dann halt etwas schneller.

Ich glaube, man beschäftigt sich nicht unbedingt mit dem Kern der
Sache oder möchte das wohl überlegt auch nicht.
Auch das ganze Drum und dran der Demos ist wohl eher zweitrangig. wenn auch in seinen Einzelheiten ein schwieriger Prozess für die Organisatoren, denen man nur hochgradig gratutieren kann.

Die Winter-Demos waren nun mal ein Knaller nach dem anderen,da kann man hin - und her palavern, wie man möchte,
die facts sind deutlich gesetzt, das Signal ist auf ganz friedliche Weise laut zu hören gewesen,

relativ einmalig in der jüngeren
Geschichte der jungen Russischen Föderation und damit auch welthistorisch ... in Umgebung der friedlichen Revolution rund 89
und der Orangenen, die noch deutlich nachwirkt ebenso ... Aufmerksamkeit erregend - in Form und Inhalt.


JohannGmelin 16.03.2012 - 22:03

Botschafter...

letztes Jahr in Peking, bei der \"Jasmin-Revolution\", war \"zufällig auch der US-Botschafter Huntsman auf dem Platz der \"Revolution\".
Chinesen haben ihn erkannt und gefragt, was er da wolle. Seiner Auskunft nach, war es zufällig...

Irgendwo auf You Toube...

Zufälle gibts, besonders bei den US-Botschaften weltweit...

Sind wohl ALLE in der Türkei, wegen Syrien..


jich 16.03.2012 - 16:41

Habe mir den Film auf youtube angesehen und diesen glasklar Propaganda identifiziert. Dennoch muss ich zugeben, dass da durchaus Interessante Fragmente enthalten waren, wie das Zur-Rede-Stellen von zwei Angestellten der US-Botschaft, die bei den Oppositions-Demos aus unbekannten(oder besser gesagt: aus bekannten) Gründen anwesend waren und sich verhalten haben, als hätte man sie bei einer kriminellen Tat erwischt:

- http://www.youtube.com/watch?v=UdAXVi6NSMk#t=27m25

Ferner bestätigt der Film den Vorwurf, dass es professionelle Firmen gibt, die in bester Manier der deutschen ´Leiharbeit´ Personalleasing für Demos betreiben. Dass die Opposition derartigen Service dringender braucht als Putin, ist offensichtlich.

Im großen und ganzen zeigt der Film auch indirekt, dass die Geheimdienste glücklicherweise nichts verpennt und die Techniken der Orangen Revolutionen samt deren Akteure in Russland gut studiert haben, so dass ein ukrainisches Putsch-Szenario von 2004, ebenfalls im Namen von ´fairen Wahlen´, in absehbarer Zeit nicht möglich ist.


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