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Donnerstag, 03.07.2008
2. Tschetschenien-Krieg: Massengrab entdeckt
Grosny/Moskau. In Tschetschenien soll das erste Massengrab aus der Zeit des zweiten Tschetschenien-Kriegs entdeckt worden sein. Bis zu dreihundert Leichen sollen dort begraben sein. Es sollen vor allem Flüchtlinge sein.
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Der tschetschenische Menschenrechtsbeauftragte Nurdi Nuchaschijew wandte sich an den russischen Generalstaatsanwalt Juri Tschajka mit der Bitte, eine Ermittlung einzuleiten. Nach bisherigem Erkenntnisstand handelt es sich bei den beerdigten Menschen mehrheitlich um Flüchtlinge, die Grosny auf den dafür vorgesehenen Routen verließen. Sie sollen auf der Flucht von russischer Artillerie beschossen worden sein.
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Auf der offiziellen Fluchtroute beschossen Bewohner der Region Scholkowski hatten den Menschenrechtsbeauftragten Nuchaschijew auf das Grab aufmerksam gemacht. Sie hatten im Oktober 1999 gesehen, wie in der Nähe ein Flüchtlingstreck auf der ausgewiesenen Fluchtroute von der Armee unter starken Beschuss genommen worden war.
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„Unser Flüchtlingstreck wurde von Panzern und Artillerie beschossen, die auf den Höhen des Terski-Gebirgszugs positioniert waren. Die vor Angst wahnsinnigen Menschen – darunter Alte, Kinder und Frauen – versuchten, sich in Sicherheit zu bringen. Doch das gelang nur sehr wenigen“, schilderte die Vorfälle eine Überlebende dem Menschenrechtsbeauftragten.
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Sie bat darum, ihren Namen bis zum Beginn einer möglichen Ermittlung nicht gegenüber den Medien zu nennen. Sie selbst habe dem Beschuss entkommen können, indem sie in ein Abwasserrohr gesprungen sei. Sie verlor an dem Tag sieben Familienmitglieder.
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