|
Montag, 23.06.2008
Kassjanow schlägt Jawlinski als Botschafter in Kiew vor
Moskau. Macht Grigori Jawlinski Karriere als Diplomat? Der Oppositionspolitiker Michail Kassjanow zumindest hat den scheidenden Jabloko-Parteichef als Botschafter in Kiew vorgeschlagen. Jawlinski könne das zerrüttete Verhältnis zwischen Russland und der Ukraine kitten, glaubt Kassjanow.
|
|
"Ich weiß nicht, ob Grigori Alexejewitsch solche Vorschläge unterbreitet wurden. Aber wenn Grigori Jawlinski den Wunsch hat, nicht mehr Parteiführer, sondern Staatsdiener zu sein, würde ich der Regierung vorschlagen, ihn zum Botschafter in der Ukraine zu ernennen. Das wäre kein schlechter Schachzug", sagte Kassjanow.
|
Jawlinski, der erst am Wochenende als Parteivorsitzender von "Jabloko" zurückgetreten ist, stammt aus der Westukraine. Zudem sei Jawlinski ein Politiker mit demokratischen Grundüberzeugungen, so dass die Regierung in Kiew "eine gemeinsame Sprache" mit ihm fände, meinte Kassjanow.
|
Der derzeitige Sonderbotschafter Moskaus in Kiew, Russlands langjähriger Premier Viktor Tschernomyrdin, hatte vor kurzem selbst die Möglichkeit seines Rücktritts angekündigt. Gerüchten zufolge ist der Kreml unzufrieden damit, dass der russische Nationalfeiertag (12. Juni) von der russischen Minderheit in der Ukraine weitgehend ignoriert wurde.
|
Jawlinski hatte kurz vor dem Regierungswechsel im Mai angedeutet, dass der Kreml ihm ein Angebot für ein Amt unterbreitet habe. Medien hatten daraufhin zunächst über einen Posten als Sozial- Umwelt- oder Wirtschaftsminister in Putins Kabinett spekuliert.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>