|
Freitag, 28.03.2008
Neuer Ärger für russische Rüstungsindustrie
Moskau/Algier. Die ersten von Russland nach Algerien gelieferten Kampfflugzeuge vom Typ MiG-29 sind wegen angeblicher Materialfehler schon wieder in Moskau. Nun droht neuer Ärger. Algerien hat bislang auch die Rechnung für eine geplante Lieferung von SU-Jagdfliegern nicht bezahlt.
|
|
Der Konflikt mit Algerien gärt schon eine ganze Weile. Seit Mai vergangenen Jahres nimmt Algier keine MiGs mehr aus Russland an.
|
Begründung: Die Jagdflieger seien mit z.T. gebrauchten, z.T. minderwertigen Einzelteilen ausgestattet. Im Februar erklärte sich Moskau dann zur Rücknahme seiner Jets bereits. Der über 1,2 Mrd. USD dotierte Liefervertrag ist damit geplatzt.
|
Bis Ende April sollen alle MiGs wieder in Russland sein. Immerhin hat der Flugzeugbauer schon einen neuen potenziellen Abnehmer gefunden. Das russische Verteidigungsministerium interessiert sich für die von Algerien abgelehnten Flieger.
Wie nun bekannt wurde, gibt es auch Probleme bei weiteren Waffenlieferungen. So stellte Moskau die Lieferung von Suchoi-Jägern des Typs SU-30MKI an Algier wegen immenser Zahlungsrückstände zurück.
|
Zugleich stellten die Nordafrikaner Nachforderungen beim Trainingsflugzeug Jak-130. Das Cockpit solle mit französischsprachigen Apparaturen ausgeliefert werden.
|
Noch ist unklar, wie dieser Streit endet. Nach Angaben russischer Militärexperten liegen die Probleme auf algerischer Seite. Die Luftwaffe werde von einem Clan geleitet, der in Opposition zu Präsident Abdelasis Bouteflika stehe. Darum würden die Lieferungen sabotiert, heißt es.
|
Andererseits hat Russlands Rüstungsindustrie in jüngerer Vergangenheit mehrfach Auftragsärger gehabt. U.a. beschwerten sich China, Indien und Norwegen über lange Lieferzeiten, überhöhte Rechnungen und Unzuverlässigkeit.
|
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>