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Mittwoch, 23.07.2008
Russland schlägt zurück: Bierboykott gegen Tschechien
Moskau. Mit einem Boykott tschechischen Biers könnten russische Verbraucher auf die Stationierung amerikanischer Radaranlagen in Tschechien reagieren. Das regt ein russischer Konfliktforscher heute während einer Pressekonferenz der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Nowosti in Moskau an. Ein Bierboykott könnte ein "vernichtender Schlag" gegen Tschechien sein.
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Natürlich müsse man erst einmal abwarten, ob der bisher von den beiden Außenministern Rice und Schwarzenberg unterschriebene Stationierungsvertrag im tschechischen Parlament ratifiziert werde, sagte der Politiologe Alexander Pikajew auf der Pressekonferenz.
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Wenn dies aber eintrete, dann könnte ein Bierboykott effektiver sein "als eine Protestnote des Aussenministeriums oder eine Einschränkung der Ölliferungen an Tschechien".
Tatsächlich ist Russland ein bedeutender Absatzmarkt für tschechisches Bier. Vermutlich dürfte russischen Biertrinkern aber das Bierglas näher sein, als die amerikanischen Radaranlagen. Bisher hatten politisch motivierte Warenboykotts in Russland keinen Erfolg.
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Ein Boykott gegen dänischen Käse, mit dem russische Parteien gegen Dänemarks Haltung im Tschetschenienkrieg protestieren wollten, führte zu keinem nennenswerten Rückgang der Käseproduktion in Dänemark.
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