Siebter nationalistisch motivierter Mord in Moskau
Moskau. Jugendliche überfielen am Montagabend im Südwesten von Moskau einen 25jährigen Usbeken. Er starb an den ihm zugefügten Messerstichen und ist damit schon das siebte Opfer von Rechtsextremen in diesem Monat.
Der Mann arbeitete als Hausmeister und Taxifahrer. Die Ermittler schließen einen rassistischen Hintergrund für die Tat nicht aus. Laut Interfax ist dieser Überfall mindestens der siebte, der in der russischen Hauptstadt im Februar auf Bürger der GUS-Staaten verübt wurde und tödlich ausging.
Jetzt ist diese alarmierende Tatsache auch bei Bürgermeister Juri Luschkow angekommen. Er beruft für heute eine Sondersitzung mit Vertretern der nationalen Minderheiten und der Miliz ein. Moskaus Milizchef Pronin lässt sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. „In Moskaus gibt es keine organisierte Skinhead-Bewegung“, ließ er verlauten.
Hauptsache, man lässt sich die Laune nicht verderben.Dann lässt es sich auch im hintersten russischen Dorf noch recht gut leben.(Topfoto: Mrozek/.rufo)