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| Die Bären auf Kamtschatka werden so gross wie die nordamerikanischen Grizzlys (Foto: wwf.de) | |
Dienstag, 20.10.2009
Aktualisiert 20.10.2009 15:13
Biologenexpedition: Kurilen-Bären als Friedensstifter
Sachalin. Erstaunlicherweise gibt es auf den kleinen Kurilen-Inseln im Fernen Osten Bären. Noch erstaunlicher: Eine gemeinsame russisch-japanische Biologen-Expedition soll diese Bären jetzt besuchen - und nebenbei helfen, den Kurilen-Konflikt zu lösen.
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Acht Tage lang wollen russische und japanische Wissenschaftler, begleitet vom japanischen Staatsfernsehen NHK, die Bären auf der südlichsten Kurilen-Insel Kunaschir unter die Lupe nehmen, berichtet Ria Nowosti.
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Die Bären auf Kunaschir seien für die Wissenschaft interessant, weil sie ein silberfarbenes Fell hätten, das sie deutlich vom gemeinen Braunbären unterscheide. Woher die Fellfärbung kommt, solle die Expedition klären, erklärt eine Sprecherin des Naturschutzgebietes "Kurilen".
Tatsächlich sind unterschiedliche Fellfärbungen bei den Braunbären im Fernen Osten Russlands keine Seltenheit. So werden bei den etwa 15.000 Bären auf Kamtschatka alle möglichen Schattierungen zwischen braun und schwarz beobachtet.
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Kurilen-Bären als Friedensstifter Das Interessanteste an der russisch-japanischen Bärenexpedition ist daher wohl, dass sie ein erster Schritt in einer langfristigen wissenschaftlichen Zusammenarbeit sein soll, wie die Sprecherin des russischen Naturschutzgebietes erklärt. Ausser den Bären wolle man auch die Meeres-Fauna und Vogelwelt der Kurilen gemeinsam untersuchen.
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Schliesslich gebe es eine Diskussion über die Einrichtung einer Schutzzone als UNESCO Weltkulturerbe, in der das russische Naturschutzgebiet Kurilen-Inseln und das japanische Naturschutzgebiet Siretoko auf der benachbarten japanischen Insel Hokkaido zusammengeführt werden sollen.
In nicht allzuferner Vergangenheit wäre eine solche Zusammenarbeit völlig unvorstellbar gewesen.
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Da gab es eher Zwischenfälle wie den in dem schon anekdotischen Bericht, dass plötzlich auf Kunaschir völlig unerwartet für die Bewohner das Licht ausging - weil auf Hokkaido das Hauptversorgungs-Kabel für Kunaschir gekappt worden war, vom dem alle Beteiligten nichts mehr wussten.
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