|
Freitag, 25.07.2008
Kamtschatka: Gnadenfrist für tötende Braunbären
Petropawlowsk-Kamtschatski. Es wird auf Kamtschatka keine Massenschlachtung von Bären geben. Dies machte ein Sprecher der örtlichen Katastrophenschutzes deutlich. Die Forderung nach einem Abschuss der Braunbären war nach der Tötung von zwei Wachmännern laut geworden.
|
|
Die Wachmänner eines regionalen Unternehmens waren am 17. Juli von drei Bären getötet und gefressen worden. Insgesamt wurden in der Nähe der Ortschaft Chailino sogar bis zu 30 Braunbären gesichtet.
|
Die Tiere ernährten sich dort von Lebensmittelresten, die sie in den umliegenden Müllhalden fanden. Die Bewohner und Arbeiter des Unternehmens sind nach den Todesfällen zutiefst verunsichert.
Eine Gruppe von vier erfahrenen Jägern soll nun nach Kamtschatka entsandt werden. Allerdings nicht, um die Tiere massenhaft abzuschießen, sondern nur, um zunächst einmal die Lage zu sondieren.
|
Getötet werden nur die Bären, die eine tatsächliche Gefahr für Menschen darstellen, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes. Viel wichtiger sei es jedoch, die Müllhalden von den menschlichen Ansiedlungen zu entfernen, um die Bären nicht weiter anzulocken.
|
Nach Einschätzung von Ökologen hat der Hunger die Bären in die Nähe der Ortschaften getrieben. Ihr Hauptnahrungsmittel Lachs ist durch massive Überfischung in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>