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| Greift Präsident Medwedew gegen Miliz-Willkür und -Korruption durch? Am vergangenen Freitag entliess er u.a. zwei Vizeminister (Foto: Archiv/.rufo) | |
Montag, 22.02.2010
Miliz- und Medienskandal: Sklaven für den Vizeminister?
Moskau. In der Villa eines Vize-Innenministers sollen Gastarbeiter, die von OMON-Milizionären gefangen wurden, zu Sklavenarbeit gezwungen worden sein. So eine Milizmitarbeiterin - das Ministerium droht mit Verleumdungsklage.
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In einem Artikel der Moskauer Zeitung "The New Times" sagt eine Hundeführerin der Omon-Einheit "Subr" ("Wisent"), Männer der Sondereinheit hätten auf den illegalen Märkten für Schwarzarbeiter an der Jaroslawler Chaussee im Norden Moskaus Gastarbeiter aus anderen GUS-Staaten eingefangen und dann mit Gewalt auf die Datschen und Vorstadtvillen der Polizeiführung gebracht.
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So seien sie auch auf der "Datscha" des Stellvertretenden Innenministers Michail Suchodolski im Gebiet Frasino bei Moskau eingesetzt worden.
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Wer fliehen wollte, wurde zusammengeschlagen Wenn die Zwangsarbeiter versucht hätten zu entkommen, seien sie brutal zusammengeschlagen worden, sagt die Hundeführerin Larissa Krepkowa, die inzwischen aus der Miliz entlassen wurde.
Offener Beschwerde-Brief an den Präsidenten Anfang Februar hatten sich OMON-Männer der Einheit "Subr" in einem Offenen Brief an Präsident Medwedew beschwert, dass sie von der Milizführung gezwungen würden, ein bestimmtes Soll an Festnahmen zu erfüllen, Privatgrundstücke zu bewachen, als Bodyguards für Unterweltgrössen zu arbeiten und Prostituierte zu kontrollieren. Der Brief an Medwedew wurde ebenfalls in der "The New Times" veröffentlicht.
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Wenig später widerriefen die Briefschreiber öffentlich und erhoben ihrerseits Verleumdungsklage gegen die Zeitschrift - die daraufhin ihrerseits detailliert berichtete, wie diese OMON-Angehörigen zum Wiederruf ihrer Beschuldigungen gezwungen worden sein sollen.
Auf die neuerliche Veröffentlichung der "The New Times" heute reagierte das Ministerium bisher mit der Androhung einer weiteren Verleudmungsklage gegen die Zeitschrift bzw. deren Chefredakteurin Jewgenia Albats (Albaz).
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Am vergangenen Freitag hatte der russische Präsident Dmitri Medwedew bereits zwei andere Vizeminister, insgesamt 17 führende Mitarbeiter des Innenministeriums, Generäle und hohe Polizeioffiziere wegen Korruption und anderen Straftaten gefeuert.
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