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Fahndung unter seinesgleichen: Klare Freund-Feind-Schemen gibt es im russischen Kaukasus nicht (Foto: Archiv/.rufo)
Fahndung unter seinesgleichen: Klare Freund-Feind-Schemen gibt es im russischen Kaukasus nicht (Foto: Archiv/.rufo)
Freitag, 26.02.2010

Dagestans Innenminister von Armeesoldaten ermordet

Machatschkala. In Dagestan sind fünf Männer verhaftet worden, die im Juni 2009 den Republik-Innenminister erschossen haben. Es handelt sich um Militärangehörige und Ex-Beamte, die sich für die Tat bezahlen ließen.

Nur 250.000 Rubel (ca. 6.200 Euro) soll das Killerkommando von dem mutmaßlichen Organisator der Bluttat, einem gewissen Schamsul Bursijew bekommen haben. Dafür erschossen sie im Juni 2009 den dagestanischen Innenminister Adilgerej Magomedtagirow, als dieser mit in Begleitung anderer hochrangiger Beamten ein Restaurant in Machatschkala verließ, wo ein Untergebener Hochzeit feierte.

Ein weiterer Spitzenbeamter wurde dabei getötet, sieben Menschen verletzt. Wer das Attentat in Auftrag gegeben hat, konnte bisher offenbar noch nicht geklärt werden. Nach dem Mord wurde darüber spekuliert, dass das Motiv im Machtkampf um die damals zur Neubesetzung anstehende Republik-Führung zu suchen sei.

Keine Terroristen aus dem Untergrund, sondern Staatsdiener auf Abwegen


Alle Verdächtigen stammen aus der Bergregion von Botlich an der Grenze zu Tschetschenien - und stehen oder standen früher im Dienst des russischen Staates: Bursijew ist ehemaliger Gerichtsvollzieher, der Fahrer, der das Mordkommando zum Tatort brachte, ein ehemaliger Polizist.

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Bei dem Mordschützen soll es sich Medienberichten zufolge um einen Feldwebel einer in Botlich stationierten Gebirgsjäger-Brigade handeln, die dort vor allem zum Anti-Terror-Kampf im Kaukasus stationiert ist. Zwei Gehilfen bei dem Attentat wurden aus den Mannschaftsdienstgraden rekrutiert.

Ballistik-Experten auf der richtigen Spur


Auf die Spur der Lohnkiller kamen die Ermittler durch waffentechnische Untersuchungen der Projektile und Geschosshülsen, die am Tatort gefunden wurden. Wie sich herausstellte, wurde der Innenminister mit einem Scharfschützengewehr getötet, wie es nur bei Sondereinheiten von Armee und Polizei verwendet wird.

Die Attentäter hätten spezielle Neun-Millimeter-Munition verschossen, die auch in der Lage sei, aus großer Entfernung eine schusssichere Weste zu durchschlagen.

Verdächtige angeblich schon geständig


„In langen und mühsamen Ermittlungen“, so eine Behördensprecher, sei es gelungen, die Militäreinheit zu ermitteln, wo die Munition gestohlen worden war und schließlich auch die Mordwaffe zu identifizieren.

Danach war die weitere Ermittlungsarbeit verhältnismäßig einfach: Nach Medienberichten soll der Killer mit der ihm zugeteilten Dienstwaffe geschossen haben.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörde legen die Festgenommenen bereits Geständnisse ab.



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