Bahnexplosion: Verdächtige in Petersburg festgenommen
St. Petersburg. Der Petersburger Miliz ist es womöglich gelungen, die Schuldigen an dem Anschlag auf eine Bahnlinie der Stadt ausfindig zu machen. Die Rechtsradikalen könnten auch hinter einem Ausländermord stecken.
Es handelt sich um zwei junge Männer – einen 20-Jährigen aus dem Gebiet Tjumen in Westsibirien und einen 19-jährigen Petersburger. Beide gehören der Neonazi-Gruppe „Nationalsozialismus – White Power“ an, die in letzter Zeit sehr aktiv in der Szene auftritt.
Dies ließ am Montag ein Mitarbeiter der Innenbehörde von St. Petersburg gegenüber Interfax verlauten. „Es gibt genug Gründe zu der Annahme, dass die beiden etwas mit dem Anschlag vom 2. Februar zu tun haben“, heißt es.
Die Neonaziorganisation hatte selbst die Verantwortung für die Explosion übernommen, bei der ein Stück Bahngleis im Petersburger Stadtgebiet herausgerissen und der Maschinist einer Draisine verletzt worden war.
Die beiden Männer werden außerdem verdächtigt, im Dezember einen afrikanischen Studenten ermordet zu haben und im November an der Explosion eines selbstgebastelten Sprengsatzes an einer Petersburger Bushaltestelle beteiligt gewesen zu sein.
Es gibt bisher keine offizielle Stellungnahme seitens der Petersburger Ermittlungsbehörde.
Hauptsache, man lässt sich die Laune nicht verderben.Dann lässt es sich auch im hintersten russischen Dorf noch recht gut leben.( Topfoto: Mrozek/.rufo)