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Russland verbietet Gurken und Co. aus der EU. (Foto: newsru.com)
Russland verbietet Gurken und Co. aus der EU. (Foto: newsru.com)
Freitag, 03.06.2011

Ehec: EU kritisiert, Putin rechtfertigt Embargo

Moskau. Für die EU widerspricht das russische Gemüseeinfuhrverbot „den Prinzipien der WTO“. Putin rechtfertigt das Embargo mit dem Argument, Russland wolle „seine Menschen nicht vergiften“. Im Land steigen die Gemüsepreise.

Fernando Valencuela, EU-Vertreter in Russland, hat die Entscheidung Russlands, die Einfuhr von Gemüse aus der Europäischen Union zu verbieten, mit deutlichen Worten verurteilt: Sie stünde „im Gegensatz zu den Bedingungen und Prinzipien der Welthandelsorganisation WTO“ und „ruft Erstaunen hervor“.

Die EU hatte am Donnerstag, als Russland das Einfuhrverbot bekannt gab, sofort mit einer Protestnote reagiert. Russland versucht seit Jahren, den Beitritt zur WTO zu erreichen; das wegen der Ehec-Epidemie ausgesprochene Embargo rückt die Aufnahme womöglich wieder in weite Fernen.

Bei Russland-Aktuell
• Ehec: Russland schließt seine Grenzen für EU-Gemüse (02.06.2011)
• Georgiens Mineralwasser vor Begnadigung in Russland (05.05.2011)
• Russland erwägt Einfuhrverbot für deutsches Fleisch (20.01.2011)
• Moskau und Minsk üben Fleisch-, Milch- und Gaskrieg (15.06.2009)
• Russland erwägt Ende des Exportverbots für Getreide (26.05.2011)

“Wir können unsere Menschen nicht vergiften“


Premierminister Wladimir Putin nimmt beim Kommentieren der EU-Kritik ebenfalls kein Blatt vor den Mund. „Wir können unsere Menschen nicht vergiften“, sagte er Freitagmittag beim Eisenbahn-Forum in Sotschi, „denn dort (in Westeuropa) sterben Menschen“.

Und: „Ich weiß nicht, welchem „Geist“ das widerspricht“; „wir erwarten von unseren Partnern, dass sie wenigstens den Ursprung dieser Seuche nennen; wir können wegen irgendeinem „Geist“ nicht unsere Menschen vergiften“.

Grund zur Massenpanik?


Die russische Landwirtschaftsministerin Jelena Skrynnik erklärte, niemand brauche Angst vor Engpässen bei der Gemüseversorgung zu haben. Unabhängige Experten sehen Preissteigerungen als unvermeidlich an. Kenner der Branche sagen in diesem Sommer Teuerungen von 15 bis 20 Prozent voraus.

Sie warnen zudem vor „Mogelpackungen“ auf Märkten und im Einzelhandel, mit denen den Kunden Gemüse aus Westeuropa untergeschoben werden könnte. Mit der Zeit könnte Gemüse aus der Türkei, den GUS-Staaten und Lateinamerika die Lücken schließen, aber Probleme werde es mit Cherry-Tomaten, Kohl und Mohrrüben geben.

Laut der „Rossijskaja Gaseta“ sind schon jetzt Preissteigerungen zu bemerken. So sind Gurken und Tomaten fünf bis sieben Rubel teurer geworden. Das liegt aber nicht an Lieferungsengpässen, sondern an unkontrollierbaren Marktspekulationen.

Ein riesiger Markt fällt weg


Westeuropäischen Gemüseanbauern beschert das russische Einfuhrverbot große Verluste. Laut der „New York Times“ sind vor allem Holland und Polen als Hauptgemüseimporteure nach Russland betroffen.

Wenn Russland das Embargo streng befolge, verlieren die Bauern einen ihrer größten Absatzmärkte. Die Ehec-Infektion werde erheblichen Einfluss auf das politische Leben in Europa und seine Wirtschaftsbeziehungen haben.



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