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Weltkriegsveteran Poltawtsew, der wegen seiner Orden erschlagen wurde, war Chef der Gefängnisse von Lipjetsk (Foto: lipetsknews.ru)
Weltkriegsveteran Poltawtsew, der wegen seiner Orden erschlagen wurde, war Chef der Gefängnisse von Lipjetsk (Foto: lipetsknews.ru)
Dienstag, 23.02.2010

Feiertag: Ordens-Diebe erschlagen Weltkriegsveteran

Lipjetsk. Am "Tag der Vaterlandsverteidiger" verstarb ein 92-Jahre alter Weltkriegsveteran, den Einbrecher niedergeschlagen hatten, um seine Weltkriegsorden und die Rente zu rauben. Ein Schlaglicht auf die Widersprüchlichkeit des Feiertages.


Der 92-jährige Weltkriegsveteran und Oberst a.D. erlag ausgerechnet am "Tag der Vaterlandsverteidiger" im Krankenhaus der Provnzstadt Lipjetzk seinen Verletzungen, ohne wieder zu Bewustsein gekommen zu sein.

Wassili Poltawtsew war am 10.Februar in seiner Wohnung von einem Einbrecher mit einem Schlag auf den Kopf niedergestreckt worden. Seine Tochter fand ihn später in einer Blutlache liegend.

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Geraubt wurden zwei Orden "Roter Stern", ein Orden "Grosser Vaterländischer Krieg zweiter Stufe", 23 Jubiläumsmedaillen, 7.000 Rubel Rente (etwa 170.- Euro) und ein Mobiltelefon.

Der ziemlich rüstige 92-jährige Oberst a.D. hatte alle Weltkriegsschlachten überstanden. Später verteidigte er das Sowjetsystem gegen den inneren Feind: er war vor seiner Rente u.a. elf Jahre lang Leiter der Justizvollzugsanstalten in Lipetzk.

Der Einbrecher, ein 29-jähriger junger Mann, der schnell gefasst wurde, hatte bereits eine Gefängnisstrafe wegen Mordes hinter sich.

Das Diebesgut verkaufte der Einbrecher an einen Hehler, der für die Orden immerhin 6.000.- Rubel bezahlte. Als er allerdings erfuhr, woher die Orden stammen, übergab er sie selbst der Polizei.
Ordensträger des 2.Weltkrieges werden in Russland immer wieder Opfer von Überfällen und Einbrüchen, weil sich ihre Orden auf den Flohmärkten recht gut an Militariasammler und Touristen verkaufen lassen.



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