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Dienstag, 08.06.2010
Kreditkartendiebe von Smolensk nun doch angeklagt
Smolensk. Gegen die vier Soldaten, die an der Absturzstelle des polnischen Präsidentenflugzeugs bei Smolensk Kreditkarten stahlen, ist Klage erhoben worden. Das Geld kamen sie vermutlich für Alkohol und Essen aus.
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Drei der vier Wehrdienstleistenden haben bereits Vorstrafen - zwei wegen Diebstahl und Raub, einer wegen Geldfälschung, lässt die oberste russische Ermittlungsbehörde verlauten. Die vier Soldaten waren am Tag der Katastrophe des polnischen Präsidentenflugzeugs bei der Absperrung der Unglücksstelle im Einsatz gewesen.
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Die vier jungen Männer wurden nicht festgenommen, sie befinden sich unter Aufsicht in ihrer Armeeeinheit, die am Flughafen Smolensk-Sewerny im Einsatz ist. Unweit davon war am 10. April die Maschine des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski abgestürzt; bei dem Unglück kamen alle 94 Insassen ums Leben.
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Die Soldaten hatten mit vier Karten von Opfern der Flugzeugkatastrophe insgesamt 60.345 Rubel (ungefähr 2.000 Dollar) abgehoben und die vermutlich in Cafes und Restaurants in Smolensk verprasst.
Das russische Verteidigungsministerium hat sich bereit erklärt, sich offiziell zu entschuldigen und das gestohlene Geld zu ersetzen. Die Kreditkarten gehörten dem polnischen Gedenkstättenministers Andrzej Przewoznik. Die Zeitung „Moskowski Komsomolez“ schreibt am Dienstag, sie seien nicht die einzigen gewesen, die nach dem Unglück verschwanden.
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„Verschwunden sind auch die Kreditkarten der stellvertretenden polnischen Justizministerin Alexandra Natalli-Swiat. (…) Ob mit ihnen auch Geld abgehoben wurde, ist noch unklar“, heißt es dort unter Berufung auf das nahe Umfeld der Politikerin.
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Die „Süddeutsche Zeitung“ sieht in dem Kreditkartenskandal indessen eine harte Bewährungsprobe für das gerade erst aufkeimende gute Verhältnis zwischen Polen und Russland. Dabei war Russland zuvor ausdrücklich gelobt worden für die „makellose Aufklärung“ des Unglücks.
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