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| Polen gibt zu: Die Piloten sind Schuld am Absturz der Präsidentenmaschine bei Smolensk. (Foto: TV) | |
Mittwoch, 26.05.2010
Dissidenten zum Kacyznski-Unglück: Traut Russland nicht
Warschau. Russische Dissidenten haben die polnische Führung aufgefordert, die russische Aufklärung des Absturzes der Präsidentenmaschine kritisch zu betrachten. Polen gesteht jetzt aber faktisch die Schuld der Piloten ein.
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Fünf Dissidenten und Kreml-Kritiker haben am Mittwoch in der polnischen Zeitung „Rzeczpospolita“ einen offenen Brief veröffentlicht. Darin fordern sie die polnische Führung auf, Russland nicht allein die Aufklärung des Absturzes am 10. April bei Smolensk zu überlassen.
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Der Kreml könnte die Situation nutzen, um eventuelle Fehler bei der Vorbereitung des Besuchs von Lech Kaczynski und Dutzenden hochrangigen polnischen Persönlichkeiten zu vertuschen, heißt es u. a. in dem Brief.
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Polens Naivität Die Verfasser sind der Meinung, Polen wäre es wichtiger, die Beziehungen zu Moskau in geregelte Bahnen zu bringen als die wahren Gründe für den Flugzeugabsturz herauszufinden, bei dem 96 Menschen ums Leben kamen.
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Es entstehe der Eindruck, Polen sei so naiv zu glauben, dass Russland die ganze Wahrheit über den Absturz der Präsidentenmaschine ans Licht bringt. Die Interessen Russlands und seiner westlichen Nachbarländer stimmten nicht überein.
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Unter dem Brief stehen die Unterschriften von Alexander Bondarew, Wladimir Bukowski, Viktor Feinberg, Natalja Gorbanewskaja und Andrej Illarionow.
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Edmund Klich sieht Schuld der Piloten ein Unterdessen hat Polen faktisch die Schuld der Piloten eingestanden. Edmund Klich, der Leiter der polnischen Untersuchungskommission, erklärte am Mittwoch in der „Gazeta Wyborcza“: „Die Piloten haben alle Warnungen der Bordelektronik ignoriert und sind ein zu großes Risiko eingegangen.“
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„Warum sie das taten? Weil es ihnen so beigebracht wurde“, so Klich rigoros. Die Geräte hätten den Piloten ständig angezeigt, in welcher Höhe sie sich befanden, aber sie seien immer weiter herunter gegangen und hätten nicht einmal auf die Mitteilung:„Vor ihnen ist die Erde“ reagiert.
Laut Klich sind solche risikoreichen Manöver keine Ausnahme, das Ignorieren der Bordinstrumente sei „unter Militärfliegern sehr weit verbreitet“.
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Offzielle Stellungnahme erst nach Abschluss der Untersuchungen Die russischen Ermittler der Unglücksursachen waren von Anfang an von verhängnisvollen Pilotenfehlern ausgegangen, während die polnische Seite der Meinung war, die Untersuchungskommission unterschätze die Rolle des Smolensker Fluglotsen, der möglicherweise zu spät seine Anweisungen gab.
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Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hatte erklärt, erst wenn die Untersuchung abgeschlossen sei und Polen die Ergebnisse in der Hand habe, werde man offizielle Schlussfolgerungen ziehen und diese der Öffentlichkeit zugänglich machen.
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