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| Der Duma-Abgeordnete Sergej Schelesnjak soll bei einem Verkehrsunfall verletzt worden sein (Foto: potrebitel-russia.ru) | |
Montag, 31.05.2010
Abgeordneter bei neuem VIP-Unfall in Moskau verletzt
Moskau. Schon wieder ist einer von Russlands „Wichtigen“ in einen Unfall verwickelt. Der Duma-Abgeordnete Sergej Schelesnjak musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Schuld soll der entgegenkommende Fahrer gewesen sein.
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Laut einem inoffiziellen Bericht der Moskauer Polizei, ereignete sich der Unfall bereits gestern Nachmittag am Kutusowski Prospekt, der wichtigsten Einfallstraße nach Moskau für Russlands Politprominenz und Wirtschaftselite. Der Fahrer eines Mercedes sei auf die Gegenfahrbahn gekommen und dabei mit einem Lada und einem Audi zusammengestoßen.
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Abgeordneter im Krankenhaus Schelesnjak soll als Beifahrer des Audi so schwer verletzt worden sein, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Nähere Informationen über seinen Zustand und weitere Verletzte gibt es bislang nicht.
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Schelesnjak ist Abgeordneter der Kremlpartei „Einiges Russland“. Der 1970 in Leningrad geborene Unternehmer sitzt im Wirtschaftsausschuss der Duma. Nebenbei ist er Generaldirektor von News Outdoor Russia, des größten Betreibers von Reklameschildern in Russland.
Kleine Chronik der VIP-Unfälle Es ist nicht der erste Unfall, in den ein russischer VIP in der jüngsten Vergangenheit verwickelt wurde. Erst vor zwei Wochen hat ein betrunkener Abgeordneter des Tscheljabinsker Regionalparlaments mit seinem Geländewagen die Vorfahrt missachtet und auf der Kreuzung einen Lada förmlich aufgespießt. Der Frau am Steuer des Ladas gelang es wie durch ein Wunder, sich trotz zahlreicher Knochenbrüche aus dem Auto zu retten, bevor es in Flammen aufging.
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Im März wurde der Abgeordnete des Gebietsparlaments von Pskow Michail Banschikow verletzt, als sein Fahrer die Vorfahrt missachtete und in einen Lkw donnerte. Banschikow musste mit Rippenbrüchen und einer klaffenden Kopfwunde ins Krankenhaus.
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Rätselhafter Unfall auf dem Leninski Prospekt Der skandalöseste Unfall mit VIP-Beteiligung ereignete sich im Februar in Moskau auf dem Leninski Prospekt. Dort stieß der Dienst-Mercedes des Lukoil-Vizepräsidenten Anatoli Barkow mit einem entgegenkommenden Citroen zusammen. Die beiden Insassinnen des Citroen kamen bei dem Unfall ums Leben.
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Die Polizei erklärte anschließend, dass der Citroen auf die Gegenfahrbahn geraten sei und so den Unfall verursacht habe. Augenzeugen hingegen berichten, dass der Mercedes mit Blaulicht auf die Gegenfahrbahn raste, um den Stau zu umgehen. Von den 15 Kameras, die den Straßenabschnitt überwachen, waren 14 – laut Polizei – nicht eingeschaltet.
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Die einzige Kamera, die die Polizei präsentierte, hingegen konnte den Unfall nicht fixieren, da die Unfallstelle von einem großen Reklameschild verdeckt war. Der Anwalt der beiden Todesopfer forderte eine Befragung des Mercedes-Chauffeurs mit einem Lügendetektor. Doch der Chauffeur weigert sich.
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