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Dienstag, 03.08.2010
Landwirtschaftsministerium geht von Missernte aus
Moskau. Das russische Landwirtschaftsministerium hat die Prognose für die Getreideernte auf 70 - 75 Millionen Tonnen korrigiert. Ursprünglich hatte Russland fast mit 100 Millionen Tonnen Getreide gerechnet.
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Hitze und Trockenheit haben in Russland nicht nur die Waldbrände hervorgerufen. Sie bereiten auch den Bauern enorme Kopfschmerzen.
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Nachdem in den vergangenen beiden Jahren jeweils Rekordernten eingefahren wurden, droht in diesem Jahr eine Missernte. In vielen Regionen kann nicht einmal die Hälfte des Getreides eingebracht werden, es ist noch vor der Ernte vertrocknet.
Derzeit sind in Russland schon 35,5 Mio. Tonnen Getreide eingefahren. In Sibirien, das von der Hitze weniger betroffen ist, wird noch geerntet.
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Eine Hungersnot droht Russland nicht. In den letzten Jahren hat das Land einen Getreidefonds mit 10 Mio. Tonnen angelegt. Allerdings bewegen sich die Hilfsanfragen aus den Regionen bereits jetzt in dieser Größenordnung.
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Zudem hat der Weltmarktpreis für Getreide aufgrund der Nachrichten aus Russland im Juli kräftig angezogen. Innerhalb eines Monats sind die Preise um über 30 Prozent gestiegen. Das letzte Mal gab es solch einen Anstieg 1973.
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