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Alexander Serow verlässt seinen Posten in Bratsk mit einem Skandal. (Foto: newsru.com)
Alexander Serow verlässt seinen Posten in Bratsk mit einem Skandal. (Foto: newsru.com)
Freitag, 04.02.2011

Korrupter Bürgermeister wirft Geld aus dem Fenster

Bratsk. Der Bürgermeister der sibirischen Stadt Bratsk ist bei der Übergabe von Bestechungsgeld erwischt worden. Um die Beweismittel zu vernichten, warf er einen Teil des Geldes aus dem Fenster, einen Teil verbrannte er.

Diese „Vorsichtsmaßnahmen“ nützten aber nichts – Alexander Serow wurde trotzdem verhaftet. Obwohl seine Partei, die KPRF, die ganze Geschichte als „Provokation“ bezeichnet, trat der in Misskredit geratene Bürgermeister am Donnerstagabend zurück.

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• 13,5 Jahre für korrupten und gierigen Staatsanwalt (09.12.2010)
• Steuererhöhung gleicht Korruption in Kreml u Militär aus (19.11.2010)
• Beamte stehlen 25 Milliarden Euro bei Auftragsvergabe (01.11.2010)
• Korruption: Bestechung weniger riskant aber viel teurer (13.10.2010)
• Rechnungshof zieht Olympia-Bilanz: Gold für Korruption (02.07.2010)

Auf frischer Tat ertappt


Ein Geschäftsmann hatte die Ermittler auf die Spur des unsauberen Beamten gebracht. Er gab an, Serow habe ihn für die Vergabe eines lukrativen Pachtvertrags um 15 Millionen Rubel (375.000 Euro) erpresst, die er ihm in „Teilraten“ übergeben musste.

Bei der Übergabe der letzten „Rate“ saßen die Ermittler im Hinterhalt. Der Fortgang der Geschichte ist krimireif: Serow gelang es, der Verfolgergruppe seine Wohnungstür vor der Nase zuzuschlagen. Bis diese den Katastrophenschutz alarmiert hatten, der die Tür aufbrach, war Serow mit der Vernichtung der Beweismittel beschäftigt.

Üble Lage in Bratsk


Einen Teil der gerade erhaltenen Summe warf er aus dem Fenster, andere Geldscheine versuchte er zu verbrennen. Obwohl die Kommunistische Partei ihren Mann als „Opfer einer Provokation“ seitens der „Kreml-Partei“ Einiges Russland ansieht, hat Serow inzwischen gestanden, den Geschäftsmann über Monate erpresst und Schmiergeld von ihm angenommen zu haben.

Dabei hatten die Einwohner der sibirischen Stadt, die vor allem durch ihr großes Wasserkraftwerk bekannt ist, große Hoffnungen in den „Neuen“ gesetzt, der erst im Mai 2010 sei Amt angetreten hatte.

Er hatte versprochen, die vielfältigen sozialen Probleme der Stadt anzugehen, bekam die Lage aber offensichtlich nicht in den Griff.

Die Rücktritts-forderungen waren in letzter Zeit immer lauter geworden. Dass Serow auf so „unelegante“ Weise seinen Sessel räumen würde, hatten aber nicht einmal seine schärfsten Gegner erwartet.



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