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| Luschkow versuchte Wowereit zu erklären, wie gefährlich Propaganda für Homosexualität ist (Foto: Sonitschew/.rufo) | |
Donnerstag, 01.03.2007
Moskaus Bürgermeister Luschkow verbietet Gay-Parade
Moskau. Moskaus Oberbürgermeister Juri Luschkow bleibt bei seinem Nein zur „Gay-Parade“ in Moskau. Er lehne Propaganda für Homosexualismus genauso wie Alkohol- und Tabakwerbung ab, sagte er.
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Die Durchführung der für den 27. Mai geplanten Kundgebung werde er verbieten, erklärte Juri Luschkow bei einem Treffen mit den den Bürgermeistern von London, Paris und Berlin. „Die Gay-Parade in Moskau kann nur unter einer Bedingung stattfinden – wenn sie ein Gericht erlaubt“, sagte er. Kritik seiner Kollegen, u.a. Berlins OB Klaus Wowereit, wehrte er ab.
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Luschkow „schützt“ Moskau vor Alkohol, Tabak und Homosexuellen
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„Wir sind gegen Propaganda für Homosexualismus, so wie sich jede Gesellschaft vor Propaganda für Tabak und Alkohol schützt“, sagte Luschkow. Den Einwand des Pariser Bürgermeisters Bertrand Delanoe, dass Homosexualität keine ansteckende Krankheit sei, sondern die sexuelle Orientierung wie die Augenfarbe von der Natur vorgegeben sei, ließ Luschkow nicht gelten
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Das Verbot der Parade bedeute keine Diskriminierung Homosexueller. Es gebe unzählige Klubs für Homosexuelle in der russischen Hauptstadt, sagte Luschkow. Niemand werde wegen seiner sexuellen Orientierung verfolgt, obwohl Schwule in der russischen Gesellschaft „ein sehr schlechtes Ansehen haben.“ Er sei aber gegen die öffentliche Zurschaustellung.
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Orthodoxe Kirche unterstützt Luschkow
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Während es in London zu Demonstrationen gegen den Moskauer Bürgermeister kam, bekam Luschkow Unterstützung von der russisch-orthodoxen Kirche. Metropolit Kyrill sagte: „Ich bin überzeugt, dass sich der Moskauer Bürgermeister in London nicht unter Druck setzen lässt. Er hat in dieser Frage eine sehr starke und feste Position“. Gleichzeitig entrüstete sich der Sprecher des kirchlichen Außenamtes darüber, dass „Propaganda für die Sünde zulässig ist, die Propaganda religiöser Werte in multikulturellen Gesellschaften sich jedoch auf das persönliche Leben beschränken muss“.
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Wegen der Gay-Parade war es bereits im Vorjahr zu einem Eklat gekommen. Die Moskauer Stadtregierung hatte sie verboten. Dennoch hatten einige Aktivisten, darunter auch der Grünen-Politiker Volker Beck in Moskau demonstriert. Gegner der Veranstaltung provozierten ein Handgemenge, bei dem Beck von einem Faustschlag im Gesicht getroffen wurde.
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Unterdessen hat das Moskauer Stadtparlament Vorkehrungen getroffen, dass sich ein ähnlicher Vorfall in diesem Jahr nicht wiederholt. Es genehmigte eine Direktive Luschkows, die grundsätzlich die Durchführung von Kundgebungen deutlich erschwert. Alle Veranstaltungen müssen zuvor mit der Stadtverwaltung abgestimmt werden. Ansammlungen von „mehr als zwei Personen pro Quadratmeter“ sind verboten.
(ab/.rufo)
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