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| An der finnischen Grenze sind vom Menschen unberührte Wälder erhalten geblieben (Foto: Vadim Kantor/Greenpeace) | |
Dienstag, 19.12.2006
Russland stellt Grenzwald unter Naturschutz
St. Petersburg. Russland hat den Kalewalski-Urwald in der Republik Karelien unter permanenten Schutz gestellt. Er liegt an der finnischen Grenze und ist dreimal so groß wie der Nationalpark Bayerischer Wald.
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Das Waldgebiet gehört zu den wenigen noch intakten Urwäldern Europas. „Die Einrichtung des neuen Nationalparks ist ein Riesenerfolg für Greenpeace und die Umweltbewegung in Russland“, so Oliver Salge, Waldexperte von Greenpeace. Seine Organisation habe sich seit elf Jahren für den Schutz der Waldregion eingesetzt. Mit dem am 30. November erlassenen Dekret Nr. 1654 wurde nun die Einrichtung des Kalewalski-Nationalparkes offiziell besiegelt.
Finnische Papierkonzerne zogen sich zurück
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Bis 1996 bezogen die finnischen Papierkonzerne Enso (heute Stora Enso) und UPM Kymmene Rohholz aus dem Kalewalski-Urwald, das in Finnland zu Zellstoff und Papier auch für den deutschen Markt verarbeitet wurde.
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Nach einer Greenpeace-Kampagne zum Schutz der Urwälder Kareliens beendeten die beiden Unternehmen den Holzeinschlag im Gebiet des heutigen neuen Nationalparkes und unterzeichneten ein Einschlags-Moratorium für die Urwälder an der Grenze. Gemeinsam mit anderen Umweltschutzgruppen schlug Greenpeace daraufhin die Einrichtung des Nationalparks vor.
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Das Gebiet des neuen Nationalparks ist nach Darstellung der Umweltorganisation für den Erhalt der Artenvielfalt im Norden Europas sehr wichtig: Große Tiere wie Braunbären, Wölfe und Luchse, aber auch kleinere Tiere wie Dreizehenspecht und Uhu sind auf die letzten unberührten Wälder zum Überleben angewiesen.
In anderen europäischen Ländern seien deren Lebensräume bereits zerstört. Laut Salge müsste jetzt Finnland nachziehen und auch die restlichen Urwälder im Norden Finnlands unter Schutz stellen. (ld/rufo)
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