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| Rettungsarbeiten nach dem Anschlag auf die Polizeizentrale von Nasran (Foto: TV) | |
Montag, 17.08.2009
Anschlag in Inguschetien: Lage im Kaukasus explodiert
Nasran. Die blutige Spirale der Gewalt im Kaukasus dreht sich immer schneller: Ein gewaltiger Anschlag auf das Polizeihauptquartier von Nasran in Inguschetien fordert Dutzende Tote und Verletzte. Das Gebäude steht in Flammen.
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Zwölf Tote und 65 Verletzte haben die Behörden bislang registriert. Doch die Opferzahlen steigen mit erschreckender Geschwindigkeit. Offensichtlich haben die Attentäter in der Nähe des Polizeihauptquartiers – entweder in einem Kleinlaster oder einem Cafe gegenüber - eine Bombe mit einer Sprengkraft von über 50 Kilo TNT gezündet (zunächst war von 20 Kilogramm TNT die Rede).
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Selbstmordattentäter zündet Bombe Der Anschlag ereignete sich am Montagmorgen gegen 9:00 Uhr Moskauer Zeit. Die Ermittler tendieren derzeit am ehesten zu der Version, dass ein Selbstmordattentäter einen Gazelle-Kleintransporter in den Hof der Hauptverwaltung lenkte und dort die Bombe zündete; gerade, als dort ein Appell der Milizangehörigen stattfand.
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Nach der ersten Explosion folgten weitere. Wahrscheinlich haben sich Munitionslager innerhalb des Polizeizentrale entzündet. Das Gebäude steht in Flammen, die Feuerwehr versucht derzeit den Brand einzudämmen.
Opfer unter der Zivilbevölkerung Neben den Opfern bei der Polizei gibt es aber auch Opfer unter der Zivilbevölkerung. Die Wucht der Detonation hat auch ein Wohnhaus gegenüber getroffen und schwer beschädigt. Sämtliche Fensterscheiben im Umkreis von 500 Metern sind zersplittert.
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Die Krankenwagen bringen immer neue Verletzte in die Kliniken der Stadt Nasran (der größten Stadt Inguschetiens). Wer sich einigermaßen auf den Beinen halten kann, wird aus dem Krankenhaus entlassen, um Platz zu schaffen für die Neuankömmlinge.
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Reihe von Terroranschlägen im Kaukasus Der Sprengstoffanschlag ist die vorläufige Spitze einer Gewaltspirale im Kaukasus. Diese hat sich in den letzten Wochen und Monaten immer schneller gedreht.
Während vor allem Inguschetien und Dagestan Zielscheiben von Angriffen waren, gab es zur gleichen Zeit anscheinend erfolgreiche Friedensverhandlungen zwischen dem moskautreuen Grosny und wichtigen Untergrundführern.
Erst Ende Juni war Inguschetiens Präsident Junus-Bek Jewkurow selbst bei einem Anschlag lebensgefährlich verletzt worden.
Während Jewkurow den Anschlag überlebte, sind zahlreiche Polizisten und auch mehrere Spitzenbeamte dem Terror zum Opfer gefallen, darunter Inguschetiens Bauminister Ruslan Amerchanow, die Vize-Chefin des Obersten Gerichts von Inguschetien Asa Gasgerejewa oder Dagestans Innenminister Adilgerej Magomedtagirow.
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Jewkurow ist erst seit wenigen Tagen wieder im Amt. Er hat nach dem erneuten Anschlag die Miliz in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Alle staatlichen Einrichtungen sollen streng überwacht werden.
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