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| Vor zwei Monaten angeblich aus Piratenhand befreit - seither ein Geisterschiff: Die "Arctic Sea" (Foto: solchart.fi) | |
Dienstag, 20.10.2009
Arctic Sea: Neuer Zielpunkt jetzt offenbar Malta
St. Petersburg. Der Frachter „Arctic Sea“ soll nach seiner Odyssee in der Hand von Piraten und der russischen Marine nun offenbar vor Malta der Reederei übergeben werden. Jetzt soll das Schiff jedenfalls wieder Fahrt aufnehmen.
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Zuletzt lag die „Arcic Sea“ und das sie seit der Befreiung aus der Hand der „Ostseepiraten“ von den Kapverdischen Inseln begleitende russische Kriegsschiff „Ladny“ ohne Bewegung vor der Küste Algeriens - gut zwei Wochen lang.
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Die vier an Bord zurück gebliebenen russischen Besatzungsmitglieder wissen dabei nicht im Geringsten, was mit ihnen weiter geschehen wird, so Gewerkschaftsvertreter in deren Heimatstadt Archangelsk.
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Kriegsschiff hat Befehl zur Rückkehr Nun kommt offenbar wieder Bewegung in die rätselhafte Odyssee: Die „Ladny“ soll morgen zusammen mit der „Arctic Sea“ Kurs auf Malta nehmen, berichtete ein Besatzungsmitglied des Kriegsschiffes der Petersburger Agentur Baltinfo. „Voraussichtlich lassen wir den Frachter dort zurück, denn es gab den Befehl nach einiger Zeit nach Ankunft vor Malta zum Stützpunkt nach Sewastopol (auf der Krim, d.R.) zurückzukehren, so der Informant.
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Der Reeder Viktor Matwejew bestätigte, dass es Informationen über eine Fahrt nach Malta gebe, doch könne er diese noch nicht kommentieren, da sich die Lage in jedem Moment ändern könnte.
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Mitte Oktober hatte er erklärt, dass sein Unternehmen Verhandlungen mit den maltesischen Behörden über eine Anlege-Erlaubnis für das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff führe. Dort könnte dann der schon lange fällige Tausch der Besatzung und die nötigen bürokratischen Vorgänge erfolgen, um das Schiff wieder in Betrieb nehmen zu können.
Dampft der militärische Begleitschutz einfach ab? Offenbar hofft man in der Reederei, dass die russische Marine die „Arctic Sea“ vor dem Hafen von La Valetta einfach sich selbst überlässt, so der russische Marine-Journalist Michail Woitenko, der sich mit dem Fall besonders intensiv auseinander gesetzt hat.
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Nach Spanien hatte es auch Algerien abgelehnt, das vom Schicksal übel verfolgte Schiff aufzunehmen - obwohl sich an Bord eine eigentlich für dieses Land bestimmte Ladung finnisches Holz befindet.
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Irgendwelche verdächtigen oder verbotenen Güter an Bord sind nach Darstellung der russischen Ermittlungsbehörde an Bord des Schiffes nicht gefunden worden. Russische Fahnder hatten die Arctic Sea während einer wochenlangen Schleichfahrt von den Kapverden zu den Kanarischen Inseln genau untersucht.
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