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Das VW-Werk in Kaluga kann die Produktion nun deutlich steigern. (Foto: autosphere.ru)
Das VW-Werk in Kaluga kann die Produktion nun deutlich steigern. (Foto: autosphere.ru)
Dienstag, 20.10.2009
Aktualisiert 20.10.2009 17:08

VW-Werk in Kaluga produziert jetzt am Fließband

Kaluga. Im russischen Werk des Volkswagen-Konzerns werden jetzt nicht nur Autos montiert, sondern richtig gebaut: Heute lief dort im Beisein von Wladimir Putin offiziell die Fertigung im „vollen Produktionszyklus“ an.


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• IG-Metall besucht VW-Kaluga: Dicke Luft im VW-Werk (15.07.2009)
• Kollaps am russischen Automarkt: Minus 58 Prozent (09.06.2009)
• VW will Audi in Kaluga vom Band laufen lassen (15.05.2009)
Star- und Ehrengast bei der Feier zum Start des Fließbandes war Premierminister Wladimir Putin, der sich bei der Besichtigung des Werkes ohne Dolmetscher mit den VW-Repräsentanten, darunter Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn, unterhielt.

Das Werk in Kaluga beschäftigt heute 1.800 Menschen. Wenn die Produktionskapazität bis Ende 2010 auf die geplanten 150.000 Autos pro Jahr hochgefahren wird, sollen es 3.000 sein. In diesem Jahr wurden bereits 90.000 VW und Skoda montiert.

Russisches Provinz-Lohnniveau: Unter 500 Euro


Der Lohn der Fabrikarbeiter liegt bei 20.300 Rubel (ca. 460 Euro) im Monat, wurde Putin mitgeteilt.

Die beiden Marken VW und Skoda, von denen momentan 13 Modelle in Kaluga gefertigt werden, gehören zu den wenigen Automarken, die gegenwärtig auf dem schrumpfenden russischen Automarkt wachsende Verkaufszahlen melden. Alsbald sollen in Kaluga auch Audi-Modelle gefertigt werden.

Winterkorn: Russland bis 2018 Auto-Großmacht


Der russische Automarkt werde bis 2018 um 30 Prozent gegenüber dem letzten Vorkrisen-Jahr 2008 wachsen, erklärte Winterkorn. Dann werde Russland auch bei der Größe seiner Autoproduktion zu den führenden fünf Staaten auf der Erde gehören. Das kommende Jahr 2010 werde für die Branche aber erst einmal "schwierig", so Winterkorn.

Fließband statt Hebebühne


Bis dato waren in dem VW-Werk Autos nur aus angelieferten und mehr oder weniger vorgefertigten Teilesätzen montiert worden. Da VW gleichzeitig ein großes Investitionsprogramm durchführte, bekamen aber auch die Produkte dieser "Schraubenzieherfertigung" die gleichen Zollvergünstigungen wie im Land hergestellte Autos. Jetzt wird in Kaluga jedoch der volle Produktionszyklus aus Schweißen und Lackieren der Karosserie und der Montage aller Komponenten umgesetzt.
Bisher hat der VW-Konzern 570 Mio. Euro in sein einziges russisches Werk investiert. Mit dem Bau der Fabrik war im Oktober 2006 auf der "Grünen Wiese" begonnen worden. Ein Jahr später wurden bereits die ersten Fahrzeuge gefertigt.



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