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Donnerstag, 22.10.2009
Polizist ermittelte Morde, die er selbst begangen hatte
Saratow. Ein Dorfpolizist aus dem Gebiet Saratow an der Wolga, der acht Monate lang an den Ermittlungen wegen eines Doppelmordes beteiligt war, wird nun selbst als Mittäter vor Gericht gestellt.
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Gemeinsam mit zwei Bekannten war der Dorfpolizist Leonid Saika im August 2008 in seinem Dienstwagen zu zwei anderen Dorfbewohnern gefahren. Während eines Trinkgelages kam es zum Streit, bei dem die beiden Gastgeber schwer geschlagen wurden. Eines der Opfer starb an den Verletzungen.
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Nach der jetzt von der Staatsanwaltschaft fertiggestellten Anklageschrift haben die drei Täter dann den Toten in das Auto geladen und das zweite Opfer gezwungen, mitzufahren. Außerhalb des Dorfes wurde auch der zweite Mann umgebracht und beide Leichen verscharrt.
Nachdem Angehörige das Verschwinden der beiden Männer gemeldet hatten, wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Acht Monate lang gehörte der Täter in Uniform daraufhin zu der Ermittlungsgruppe in dem Vermisstenfall. Zu seiner Aufgabe zählte dabei auch das Sammeln von Zeugenaussagen – wobei Saika die Gespräche mit den Dorfbewohnern nutzte, um sie zu bedrohen, sollten sie den anderen Ermittlern ihr Wissen offenbaren.
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Aufgeklärt wurde der Mordfall erst, als er an eine übergeordnete Sonderabteilung des Saratower Ermittlungskomitees übergeben wurde.
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Der Polizist steht nun wegen schwerer Körperverletzung, Beihilfe zum Mord und Amtsanmaßung vor Gericht. Wegen der beiden Tötungen muss sich einer seiner Kumpane verantworten, der andere wird nur der Vertuschung einer Straftat beschuldigt.
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