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Freitag, 23.10.2009
Militärdoktrin: Moskau zu Atomwaffeneinsatz bereit
Moskau. Russland will sein Atomwaffenarsenal nicht nur behalten, sondern es notfalls auch einsetzen. Russische Atombomben könnten nicht nur bei großen Kriegen, sondern auch bei lokalen Konflikten fallen, erklärte der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Nikolai Patruschew.
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Die neue Atomdoktrin unterscheide sich deutlich von der vorherigen Version, sagte Patruschew. "Wenn wir Massenvernichtungswaffen haben, müssen wir auch bereit sein, sie einzusetzen, sagte der frühere Geheimdienstchef. "In für die Sicherheit des Landes kritischen Situation ist auch der atomare Erstschlag gegenüber einem Aggressor nicht ausgeschlossen", fügte er hinzu.
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Zugleich betonte Patruschew, dass Russland an einem Krieg, egal welcher Größe, nicht interessiert sei.
Die neu zu beschließende Atomdoktrin ist bereits die dritte Version im postsowjetischen Russland. 1993 sei Russland noch von der Unmöglichkeit weiterer Kriege ausgegangen, im Jahr 2000 habe sich Russland die Möglichkeit offen gehalten, auf Atomangriffe ebenfalls mit Atomwaffen zu antworten.
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Nun könnten die Waffen unter Umständen auch in lokalen Kriegen eingesetzt werden. Unter welchen Bedingungen der Atomwaffeneinsatz stattfinden wird, soll geheim gehalten werden. Nach Angaben Patruschews wird die Atomdoktrin bis zum Jahresende Präsident Dmitri Medwedew vorgelegt.
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