Kiew. Höchstes Amt dank Höchststrafe? Der Bürgermeister der Stadt Uschgorod Sergej Ratuschnjak will neuer Präsident in der Ukraine werden. Seinen Landsleuten verspricht er eine Diktatur, korrupten Beamten den Tod.
"Bösewichte müssen zur Verantwortung gezogen werden, bestechliche Richter - an die Wand; Staatsanwälte - an die Wand; Zöllner und Steuerbeamte - an die Wand", sagte er in einem Interview mit der BBC.
Das Wahlprogramm Ratuschnjaks bietet noch weitere "interessante" Alternativen: Ein Beamter müsse wählen können zwischen ehrlicher Arbeit, die dann auch gut bezahlt werde, und der Guillotine. "Oder dem Galgen", fügte er hinzu.
Das Land will der Präsidentschaftskandidat mit einer knallharten Diktatur "retten". Nur so könne die Ukraine von den herrschenden Clans befreit werden, sagte er.
Ratuschnjak gilt als strammer Antisemit. Im Interview bestritt er diesen Vorwurf. Er könne ja nichts dafür, dass "jüdische Clans" das Land beherrschten, fügte er hinzu.
Die Wahlen in der Ukraine finden am 17. Januar statt. Ratuschnjak gilt - glücklicherweise - nicht als Favorit bei der bevorstehenden Abstimmung. Dort läuft alles auf ein Duell zwischen Premier Julia Timoschenko und Oppositionsführer Viktor Janukowitsch hinaus.
Über die Perspektiven deutsch-russischer Zusammenarbeit diskutierten am 11.3. in Moskau Ex-Kanzler Gerhard Schröder und der Vizevorsitzende der Deutsch-Russischen Aussenhandelskammer, Alexej Mordaschow und einige hundert Unternehmer, moderiert vom Vorsitzenden des deutsch-russischen Forums, Ernst-Jörg von Studnitz. (Topfoto: Mrozek/.rufo)