Ukraine: Hobby-Chemiker stirbt durch Kaugummi-Explosion
Sumy/Ukraine. Ein 25 Jahre alter ukrainischer Elektrochemie-Student ist auf höchst ungewöhnliche Weise ums Leben gekommen: Er tunkte seinen Kaugummi versehentlich in einen selbst hergestellten Sprengstoff – der dann im Mund explodierte.
Eine etwas seltsame Angewohnheit des an seiner Diplom-Arbeit sitzenden Studenten hat ihm an einem zunächst völlig ruhig verlaufenen Abend das Leben gekostet: Er liebte den Geschmack von Zitronensäure, weshalb er seine Kaugummis gerne in das Pulver drückte, bevor er sie in den Mund schob.
Verhängnisvollerweise beschäftigte sich der Student namens Wolodimir aus der Stadt Konotop in seiner Freizeit auch gerne mit chemischen Experimenten, berichtete die Polizei des Gebietes Sumy. Besonders hätten es ihm Sprengstoffe angetan, mit denen er nach Aussagen von Freunden auch Feuerwerkskörper bastelte.
Wie die Polizei berichtete, fand sich auf dem Tisch des Studenten neben dem Computer eine Schale mit Zitronensäure sowie ein Päckchen mit einem ähnlich aussehenden, bisher noch nicht identifizierten Stoff. „Dieser chemische Stoff, der äußerlich der Zitronensäure ähnlich sieht, explodierte im Mund des jungen Mannes. Vermutlich hat er das Zeug einfach verwechselt“, so Oleg Ribalka, der Polizeichef von Konotop.
100 Gramm des Sprengstoffes wurden sichergestellt und sollen jetzt analysiert werden. Die unabsichtlich produzierte Kaugummi-Bombe war jedenfalls auf der Stelle tödlich: Dem Studenten wurde das Gesicht zerrissen, was zum Tod durch Ersticken und Schmerz-Schock führte.
Wie ukrainische Medien anführen, ist Wolodimir nun ein heißer Anwärter auf den in den USA jährlich vergebenen „Darwin Award“.
Dieser Preis wird posthum an Menschen vergeben, die sich auf besonders ungeschickte Weise versehentlich selbst zu Tode gebracht haben, „und damit den Genpool der Menschheit vor unerwünschten Schwächen bewahrt haben“.
Von Schnee und Eis befreit sind Strom und Bäche. Noch gibt es reichlich Schnee, doch das Tauwetter hat in einigen Teilen Russlands schon eingesetzt. In diesem Jahr werden wegen des vielen Schnees Überflutungen befürchtet. (Topfoto: Ballin/.rufo)