Juschtschenko verspricht EU-Beitritt und Visafreiheit
Kiew. In Umfragen liegt der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko bei den anstehenden Wahlen weit hinten. Wahlversprechen, wie Visafreiheit und baldiger EU-Beitritt sollen das Ruder für den Amtsinhaber noch herumreißen.
Gerade einmal drei Prozent der Ukrainer würden Juschtschenko wählen, wären am Sonntag Wahlen. In der Wählergunst weit vorn liegen der Oppositionspolitiker Viktor Janukowitsch und Ministerpräsidentin Julia Timoschenko.
Innerhalb von 100 Tagen nach seiner relativ unwahrscheinlichen Wiederwahl will Juschtschenko dem Land eine neue Verfassung geben. Die soll das Land näher an Europa heranführen.
Juschtschenko hofft auf eine Abschaffung der Visapflicht für Ukrainer in der EU und später sogar auf einen Beitritt.
Den NATO-Beitritt hingegen hat er in seine Wahlversprechen nicht aufgenommen. "Dort heißt es lediglich: "Gemeinsam mit den europäischen Nachbarn werden wir das kollektive euroatlantische Sicherheitssystem stärken."
Dafür will Juschtschenko dafür sorgen, dass die russische Schwarzmeer-Flotte bis 2017 ihren Stützpunkt auf der Halbinsel Krim in Sewastopol verlässt.
Hauptsache, man lässt sich die Laune nicht verderben.Dann lässt es sich auch im hintersten russischen Dorf noch recht gut leben.( Topfoto: Mrozek/.rufo)