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Die Yak-42 ist ein dreistrahliger Passagier-Jet mit maximal 126 Sitzen (Foto: airwar.ru)
Die Yak-42 ist ein dreistrahliger Passagier-Jet mit maximal 126 Sitzen (Foto: airwar.ru)
Mittwoch, 07.09.2011
Aktualisiert 07.09.2011 20:10

Jaroslawl: Jet mit Eishockey-Mannschaft abgestürzt

Jaroslawl. Eine Yak-42 mit der Jaroslawler Eishockey-Mannschaft „Lokomotiv“ ist kurz nach dem Start abgestürzt. 43 Menschen kamen ums Leben, nur zwei Insassen überlebten. Präsident Medwedew kommt - er wollte ohnehin nach Jaroslawl.


Die dreistrahlige Düsenmaschine vom Typ Yak-42D gehörte der Moskauer Fluggesellschaft Jak-Service, die Maschinen dieses Herstellers verchartert. Das 18 Jahre alte Flugzeug startete um 16.05 Uhr vom Jaroslawler Flughafen Tunoschna.

Offenbar gelang es dem mit 73 Business-Class-Sitzen ausgestatteten VIP-Jet nicht, Höhe zu gewinnen. Er touchierte eine Antenne, stürzte nach etwa einem Kilometer Flug wieder auf die Erde und zerbrach. Das Cockpit und ein Teil der Wrackteile fielen dabei in einen Seitenarm der Wolga.

Ersten Bildern von Unfallort nach kam es zu einem großen Brand - schließlich war der Jet hinreichend betankt für einen etwa anderthalb stündigen Flug.

Ziel war Minsk - für ein KHL-Spiel morgen


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Ziel des Fluges war die weißrussische Hauptstadt Minsk, wo die die Mannschaft von Lokomotiv Jaroslawl morgen auf das Team von Dynamo Minsk treffen sollte.

Lokomotiv spielte in der obersten russischen Eishockey-Liga KHL und bewegte sich dort in den letzten Jahren oft an der Tabellenspitze.

Fast alle an Bord kamen ums Leben


Die Behörden bestätigten inzwischen den Tod von 43 der 45 Insassen des Flugzeuges. Zunächst war von drei Überlebenden die Rede gewesen.

Die Internetzeitung Lifenews.ru berichtete, dass der Angriffs-Spieler Alexander Galimow sowie einen Bordingenieur den Absturz überlebt hätten. Galimow hat schwerste Verbrennungen erlitten, heißt es.


Medwedew wollte morgen ohnehin nach Jaroslawl


In Jaroslawl eröffnete heute, fast zeitgleich mit dem Absturz, ein großes Politikforum, an dem morgen neben Präsident Dmitri Medwedew auch Regierungsvertreter aus verschiedenen Ländern und zahlreiche russische Politiker teilnehmen.

Medwedew schickte nach Bekanntwerden der Katastrophe Kreml-Vizeverwaltungs-Chef Wladislaw Surkow vom Forum zur Unfallstelle. Er selbst will den Absturzort morgen besuchen, sobald er in Jaroslawl ankommt. Auch soll dann eine hochrangig besetzte Beratung zu dem Absturz stattfinden, wozu Medwedew sein Besuchsprogramm bereits korrigieren ließ.

Teile der politischen Großveranstaltung finden in jenem Sportkomplex statt, in dem das verunglückte Eishockey-Team trainierte.
Der Flughafen der 250 Kilometer nordöstlich von Moskau gelegenen Stadt wurde nach dem Crash zunächst gesperrt.


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spitz 07.09.2011 - 16:33

Schock

Mein Beileid an alle Hinterbliebenen. Mein Neffe spielt auch in der Liga und ich durfte viele nette Menschen der Liga durch ihn kennenlernen. Ich bin fassungslos.


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