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Eine Szene aus dem Film Krankenzimmer Nr. 6 nach Tschechows gleichnamiger Erzählung. (Foto: stalkerfest.org)
Eine Szene aus dem Film Krankenzimmer Nr. 6 nach Tschechows gleichnamiger Erzählung. (Foto: stalkerfest.org)
Donnerstag, 10.12.2009

Kino über Menschenrechte beim Festival Stalker

Moskau. Am Tag der Verkündung der Menschenrechtsdeklaration startet in Moskau zum 15. Mal „Stalker“ – das Filmfestival über Menschenrechte. Auf dem Programm stehen neue russische und ausländische Filme zum Thema.

Rund 40 Dokumentarfilme und genauso viele Spielfilme, die 2009 erschienen sind und nach Meinung der Organisatoren zum Thema Menschenrechte passen, werden im Moskauer Kinohaus „Dom Kino“ gezeigt. Das Festival läuft hier vom 10. bis zum 15. Dezember.

Eröffnet wird es mit der Verfilmung der Tschechow-Erzählung „Krankenzimmer Nr. 6“ des Regisseurs Karen Schachnasarow. Die Geschichte über den Arzt einer psychiatrischen Klinik, der allmählich selbst zu einem Patient wird, drehte Schachnasarow in einer realen psychiatrischen Anstalt und übertrug damit die Handlung aus dem 19. Jahrhundert ins heutige Russland.

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Verfilmung einer Erzählung Tschechows spielt im heutigen Russland


Das „Krankenzimmer Nr. 6“ lief im September in den russischen Kinos an. Die anderen Teilnehmerfilme sind eher unbekannt und waren noch nicht im Verleih. Dabei greifen sie Themen auf, von denen sich viele in Russland eher abgrenzen, wie etwa die Lebensbedingungen von Behinderten und Gefängnisinsassen oder die Aufarbeitung der totalitären Vergangenheit.

So stellt eine russisch-polnisch-finnische Drehgrupe den Dokumentarfilm „Am 17. August“ vor, in dem es über einen Tag des Gefangenen Boris geht, der zu lebenslanger Freiheitsstrafe in einer Einzelzelle verurteilt wurde.

Eine andere Doku, „Bahnhof mittwochs“, erzählt von Lisa Glinka, einer Ärztin aus Kiew. Bereits seit drei Jahren kommt sie jeden Mittwoch auf dem Pawelezki-Bahnhof in Moskau angereist, um den Obdachlosen dort medizinische Hilfe zu leisten.

Und der Spieltfilm „Ein Krieg“ von Wera Glagolewa erzählt über Frauen, die im 2. Weltkrieg Kinder von deutschen Soldaten gebaren und deshalb in den Norden Russlands verbannt wurden.

Am 8. und 9. Mai 1945 sind sie voller Hoffnung auf eine Verschonung für sich und die Kinder. Jedoch gleich darauf kommt ein Major des Volkskommisariats des Inneren NKWD auf ihre Insel. Er hat den Befehl, alle möglichst schnell weiter in Arbeitslager zu schicken.

Im Internet
• Die Website des Festivals

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Rechtsbewusstsein steigern


„In Russland werden genug Filme über die Menschenrechte gedreht, jedoch treffen sie nicht immer auf das Interesse der Zuschauer. Mit dem Festival wollen wir vor allem das Rechtsbewusstsein der Menschen steigern“, sagt der Generalproduzent des Festivals Igor Stepanow gegenüber Russland- Aktuell.

„Der Staat verkündet jährlich neue Unterstützungsprojekte für Behinderte, jedoch für die wird es davon kaum besser. Und wer weiß schon, was in unseren Gefängnissen passiert? Filmemacher, die uns solche Geschichten erzählen wollen, sollten gefördert werden“, so Stepanow.

Das Festival trägt den Namen des berühmten Films „Stalker“ von Andrej Tarkowski und wird von der russischen Regisseureninnung mit Unterstützung der UNO-Vertretung in Russland sowie der Niederländischen und der Kanadischen Botschaft durchgeführt.

Der Eintritt für alle Filmschauen ist frei, man muss sich aber zuerst auf der Internetseite des Festivals registrieren lassen (www.stalkerfest.org).



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