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Auf dem Baikal (foto: ld/.rufo)
Auf dem Baikal (foto: ld/.rufo)

Der Baikalsee – Sibiriens einzigartiges Meer

Das „Heilige Meer“ – so nennen die Sibirier ihren Baikal-See. Das weltgrößte Süßwasserreservoir ist ein Sinnbild für Russlands faszinierende Natur und schier endlose Weite. Seine Ufer sind zur Hälfte fast menschenleeres und wegeloses Naturschutzgebiet.

Maehr dazu im Internet
• Der Baikalsee

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Auch wenn der See manchmal wegen Umweltproblemen Schlagzeilen macht, ist das Ökosystem doch weithin intakt: Der Baikal ist glasklar und hat fast überall Trinkwasserqualität.

Es ist schon ein erhebendes Gefühl, wenn man sich das erste Mal an den Baikalstrand hockt und mit einer Tasse oder Plastikflasche frisches Trinkwasser schöpft.

Gut 650 Kilometer streckt sich der See in Nord-Süd-Richtung – und auch das im Mittel etwa 50 Kilometer entfernte gegenüberliegende Ufer ist nur bei klarer Sicht zu sehen. 20 Prozent des süßen Oberflächenwassers der Erde sind hier gespeichert.
Bei Russland-Aktuell
• Notstand wegen schwerer Grippewelle am Baikalsee (04.11.2009)
• Goldrausch im Baikalsee: Alter Bahnwaggon gefunden (01.09.2009)
• Deutsche Bio-Expedition erreicht Baikalsee bei -18 Grad (15.12.2008)
• Baikal-Bahn aus dem Dornröschenschlaf erweckt (14.11.2005)
Dieser See ist mit 1.637 Meter tiefer als jeder andere – und so alt wie sonst keiner: Während die meisten Seen in Europa Resultate der letzten Eiszeit sind, kommt der Baikalsee auf das erdgeschichtlich solide Alter von etwa 25 Millionen Jahren.

Der Baikal-Raum ist ein eigener Bio-Kosmos


Während dieser Zeit konnte sich im See eine eigene Flora und Fauna entwickeln: Von den etwa 2000 beschreibenen Arten sind 1500 endemisch. Das heißt, sie kommen auf der Erde nur hier vor. Die bekannteste und wohl rätselhafteste von ihnen ist die Baikalrobbe – die einzige Süßwasserrobbe der Welt.
Fotogalerie (Foto anklicken)
Der Baikalsee – Sibiriens eiskalte Perle
Dass diese Schatzkammer der Natur noch nicht vom Massentourismus überrannt ist, verdankt sie wohl in erster Linie ihrer Abgelegenenheit. Aber auch das Klima trägt seinen Teil dazu bei: Die touristische Saison beschränkt sich weitgehend auf Juli und August. Aber auch im Winter kann die gigantische Eiswüste einen Besuch wert sein.

Ostsibiriens Klimaanlage


Ein Trost dabei: Im Winter ist es an und auf dem Baikal immer gut zehn Grad wärmer als im umliegenden Sibirien. Im Sommer ist die Temperatur wegen der im Wasser gespeicherten Kälte allerdings dann in etwa um die gleiche Differenz niedriger. Schwimmen gehen kann der Naturfreund im Baikal durchaus einmal – aber für Badeferien gibt es angenehmere Gewässer auf dieser Welt.

Die Russland-Aktuell-Mitarbeiter David Nauer und Lothar Deeg haben sich im Sommer 2003 in der Baikal-Region umgesehen und auf diesen Seiten ihre Erfahrungen und Empfehlungen gesammelt.



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Räucherfisch-Verkäufer in Listwjanka am Baikalsee hoffen auf gute Geschäfte mit den Wochenend-Ausflüglern (Foto: Packeiser/.rufo)
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