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Dienstag, 22.12.2009
Moskauer Amoklauf: Heute Prozessbeginn gegen Polizisten
Moskau. Heute beginnt in Moskau der Prozess gegen den Miliz-Major Denis Jewsjukow, der im April 2009 in einem Moskauer Supermarkt Amok gelaufen war. Ihm wird zweifacher Mord und Mordversuch in 22 Fällen vorgeworfen.
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Bei der heutigen Sitzung wird es in erster Linie darum gehen, in welcher Form das Gericht arbeiten soll: Dem Angeklagten bleibt die Wahl überlassen, ob ein Geschworenengericht, ein Einzelrichter oder ein Kollegium aus drei Berufsrichtern über ihn urteilen soll.
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Die Anklagepunkte gegen Jewsjukow lauten „Tötung von zwei oder mehr Menschen auf allgemeingefährliche Art, Angriff auf Polzisten, Mordversuch und illegaler Waffenbesitz.
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Der Anklageschrift zufolge hat er bei seinem nächtlichen Amoklauf in betrunkenem Zustand zwei Menschen erschossen und auf 22 Personen geschossen. Sieben von ihnen erlitten dabei zum Teil schwere Verletzungen. Auch feuerte er auf vier Polizeibeamte, als diese ihn festnehmen wollten.
Jewsjukow wurde von Psychiatern als zurechnungsfähig eingestuft und muss deshalb mit einer strengen Bestrafung rechnen.
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Der Amoklauf hatte im Frühjahr für beträchtliches Aufsehen gesorgt. Die wahllosen Morde durch den Leiter eines Moskauer Polizeireviers warfen ein Schlaglicht auf die Gewaltbereitschaft in der russischen Miliz.
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Der Moskauer Polizeichef Wladimir Pronin musste nach dem Geschehen seienn Hut nehmen. Er hatte Jewsjukow noch nach der Tat in Schutz genommen. Wie sich später herausstellte, war der Major ein Schützling von ihm.
Möglicherweise wird der Prozess aber noch einmal aufgeschoben, da gegenwärtig ein antrag von Opferanwälten auf eine Erweiterung der Ermittlungsarbeit läuft.
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Sie fordern eine Auflistung der Mobiltelefongespäche Jewsjukows am Tattag ein und fordern auch Aufklärung, warum auf der Tatwaffe keine Fingerabdrücke sind.
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