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Freitag, 11.09.2009
Kaliningrad: Flaute auf dem Wohnungsmarkt
Kaliningrad. In Kaliningrad stehen hunderte neu gebaute Wohnungen leer. Sie finden keine Käufer. Und das trotz gefallener Immobilienpreise.
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In der Umgebung der Gebietshauptstadt stehen derzeit 758 neu gebaute Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 52.000 Quadratmetern zum Verkauf. Diese Zahl nannte der Bauminister der Regionalregierung, Sergej Butschelnikow, gegenüber dem Internet-Dienst kaliningrad.ru.
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142 dieser Wohnungen gehören zur gehobenen Business-Class, für die derzeit auf dem Markt Quadratmeterpreise von 45-50.000 Rubel (knapp 1.200 Euro) zu zahlen sind. Bis zum Jahresende könnte die Zahl der leer stehenden Wohnungen im gesamten Gebiet auf bis zu 1.800 ansteigen, schätzt Butschelnikow.
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Traumhaus als Ladenhüter Die im Sog der Finanzkrise zusammengebrochene Wohnungsnachfrage belastet die bislang boomende Baubranche schwer. Zahllose vor allem kleinere Firmen gingen bereits Pleite. Viele Bauunternehmen finanzieren den Bau der Häuser und Villen vor.
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In den letzten Jahren erbrachte das traumhafte Gewinne von über 100 Prozent: Kaliningrads Immobilienpreise erklommen immer neue Höhen, und neue Edelwohnungen in Altkönigsberger Villenvierteln wie Amalienau oder Maraunenhof gingen weg die sprichwörtlichen warmen Semmeln.
Ein Traumhaus als Ladenhüter – dieses Szenario hatte niemand auf dem Zettel. Jetzt hängt die Branche ziemlich in den Seilen.
Schon mittelfristig werde die Nachfrage allerdings wieder steigen, schätzen Analysten, da der Bedarf an Wohnungen besonders im unteren und mittleren Preissektor nach wie vor groß sei.
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Gebaut wird nach wie vor in Kaliningrad, vor allem am nördlichen Stadtrand im neuen Satelliten-Rayon Selma und in der Gagarin-Straße rings um das Königstor.
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Ingesamt ist die Neubau-Wohnfläche in den ersten acht Monaten dieses Jahres in Kaliningrad um 360.000 Quadratmeter gewachsen. Das ist allerdings fast ein Drittel weniger als im Jahr zuvor.
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