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Mittwoch, 14.10.2009
Kaliningrad: Kein Gas aus der Nordstream-Pipeline
Kaliningrad. Ein Abzweig aus der geplanten Ostsee-Pipeline zur stabileren Gasversorgung des Gebietes Kaliningrad ist wohl endgültig vom Tisch. Pläne, eine Rohrleitung eigens in die Ostsee-Exklave zu verlegen, gäbe es aktuell nicht, sagte Nordstream-Geschäftsführer Mattias Warnig gegenüber Interfax.
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Auch Abzweigungen nach Schweden, Polen und Lettland seien nicht vorgesehen. Eine Pipeline nach Lettland etwa zu einem unterirdischen Gaslager sei nur sinnvoll, wenn die ökonomischen Bedingungen den Bau einer solchen Leitung effektiv machten, so Warnig: "Die Parameter, von denen im Falle Lettlands die Rede ist, motivieren nicht zu so einer Investition."
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Für Polen stellt Nordstream vor dem möglichen Bau eines Abzweigs eine Bedingung: die stärkere Umstellung der Energieproduktion von Kohle auf Gas.
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Eine Gasleitung aus Kernrussland nach Kaliningrad, wie sie in den ursprünglichen Plänen der Ostseepipeline noch eingezeichnet war, würde auch den Gegnern des geplanten Atomkraftwerkes "Baltiskaja" ein gewichtiges Argument liefern.
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Denn bei einer stabilen Gasversorgung und der entsprechenden Erweiterung des Großkraftwerkes TEZ 2 wäre ein Atommeiler zur Schließung der drohenden Stromlücke nicht mehr nötig.
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