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| Die Verhaftung der russischen Wehrdienstleistenden im abchasisch-georgischen Konfliktgebiet bekam gestern viel Aufmerksamkeit von russischen und georgischen Medien (Foto: RTVI) | |
Donnerstag, 19.06.2008
Blauhelm-Verhaftung: Moskau fordert von Tiflis Waffen
Tiflis/Moskau. Nach der Verhaftung von russischen „Blauhelmen“ im Nordkaukasus fordert Russland von Georgien die Rückgabe von Munition und eines Lkw. Abchasien spricht von einer georgischen Provokation.
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Am Dienstag hatten die georgischen Behörden vier Angehörige der russischen Friedenstruppen in der georgisch-abchasischen Konfliktzone im Nordkaukasus verhaftet. Sie sollten gegen das in der Zone geltende Recht verstoßen haben und ohne Genehmigung Waffen durch georgisch kontrolliertes Gebiet transportiert haben.
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Nach neunstündigem Verhör wurden die vier Männer an die Kommandantur der GUS-Friedenstruppen in dem Gebiet übergeben. Ihren Lastwagen mit 35 Kisten Munition und Waffen hielten die georgischen Behörden aber zunächst zurück – offiziell zur genaueren Untersuchung des Vorfalls.
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„Verbrecherisches Vorgehen” Die russische Seite fordert unterdessen die Rückgabe des Lkw und der Waffen. „Die ‚Blauhelme’ schauten in die Maschinengewehr-Läufe unbekannter Personen in Zivilkleidung. Sie wurden unter verbrecherischen Bedingungen entwaffnet und auf eine Polizeiwache verbracht“, schilderte der Berater des Oberkommandierenden der russischen Infanterie Igor Konaschenkow den Vorfall.
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Der Vorfall habe sich in der abchasisch-georgischen Konfliktzone ereignet und sei durch keine internationale Vereinbarung gedeckt, so der Militär-Sprecher.
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Tatsächlich zeigte das russische Fernsehen gestern den groben Ablauf der Verhaftung. Mehrere stämmige Männer in Zivil zerrten die russischen Wehrdienstleistenden von der Ladefläche des besagten Lkw und warfen sie auf den Boden. Laut russischen Zeitungen wurden den Russen anschließend Handschellen angelegt.
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„Provokation aus Tiflis“ Noch deutlicher äußerte sich der Vertreter des abchasischen Präsidenten in der Region Galski, die an das Gebiet Sugdidi angrenzt, in der sich der Vorfall ereignete. Ruslan Kischmarija wertete die Verhaftung der vier Wehrdienstleistenden als gezielte Provokation Georgiens.
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„In Tiflis sollen sie einmal die Waffenstillstands-Vereinbarung aus dem Jahr 1994 lesen. Dort ist Schwarz auf Weiß festgeschrieben, dass die Friedenstruppen in Ausübung ihrer Mission berechtigt sind, sich frei in der gesamten Sicherheitszone zu bewegen.
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Keine Absprache notwendig Russische Medien weisen darauf hin, dass es in der Vereinbarung zwar eine Punkt gibt, der vorschreibt, Bewegungen im Konfliktgebiet mit den Parteien abzustimmen. Allerdings gelte diese Regelung nur für den Fall, wenn die „Blauhelme“ die Sicherheitszone verlassen wollten.
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Da die vier russischen Wehrdienstleistenden sich nicht aus der Zone hinausbewegt hätten, hätten sie ihren Transport auch nicht mit den georgischen Stellen abklären müssen.
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