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Montag, 11.08.2008
Aktualisiert 11.08.2008 13:05
9.000 russische Soldaten in Abchasien eingerückt
Suchumi. Nach den blutigen Kämpfen um Südossetien rückt nun die zweite abtrünnige Teilrepublik Georgiens, Abchasien, in den Blickpunkt. Inzwischen sind die dort stationierten Friedenstruppen von 3.000 auf 9.000 Mann verstärkt worden.
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Insgesamt 9.000 Soldaten und 350 Panzerfahrzeuge seien nach Abchasien abkommandiert worden, teilte Alexander Nowizki, Adjudant des Oberkommandierenden der Blauhelmtruppen im georgisch-abchasischen Konfliktgebiet, mit.
Am Sonntag hatte der Gouverneur des georgischen Grenzgebietes Sugdidi um Verstärkung der Friedenstruppen gebeten, um einen Zusammenstoß der abchasischen und georgischen Militärs zu verhindern, die in den letzten Tagen beidseits der Grenze aufmarschiert waren.
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Schon unmittelbar nach dem Ausbruch der Kämpfe in Südossetien hatte Abchasien, das einen Beistandspakt mit Südossetien abgeschlossen hat, vor der Eröffnung einer zweiten Front gewarnt.
Seegefecht vor der abchasischen Küste Die russische Marine kontrolliert auch die Küste vor Abchasien. Wie ein Marinesprecher in Moskau mitteilt, hätten sich vier georgische Schnellboote den russischen Kriegsschiffen trotz Warnschüssen gefährlich genähert. Eines der Boote sei versenkt worden, die drei anderen hätten den georgischen Hafen von Poti angelaufen. Eine Blockade georgischer Häfen gebe es nicht.
Russland hat in den letzten Tagen immer wieder betont, es führe keinen Krieg gegen Georgien. Aussenminister Sergej Lawrow erklärte, es gehe darum, eine Feuerpause, Waffenstillstand, ein Gewaltverzichtsabkommen und Wiederherstellung des Status quo vor der georgischen Offensive zu erreichen.
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Im abchasischen Kodori-Tal, das seit zwei Jahren von Georgien kontrolliert wurde, soll es bereits Zusammenstöße gegeben haben. Abchasische Militärs hatten vergeblich versucht, die starken georgischen Einheiten dort zu vertreiben. Zwei abchasische Soldaten wurden verletzt in Krankenhäuser in Suchumi eingeliefert.
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