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Michail Saakaschwili verkündete am Donnerstag einen Waffenstillstand, am Freitag dann die Generalmobilmachung
Michail Saakaschwili verkündete am Donnerstag einen Waffenstillstand, am Freitag dann die Generalmobilmachung
Freitag, 08.08.2008

Saakaschwili spielt im Pulverfass mit dem Feuer

Lothar Deeg, St. Petersburg. Wieder einmal ist es nichts mit dem olympischen Frieden: Während in Peking das größte Sportfest aller Zeiten eingeläutet wird, sterben am Rande Europas Menschen durch Raketen und Luftangriffe.

Georgien hat seinen südossetischen Feldzug offensichtlich mit dem IOC-Kalender abgestimmt – damit die Weltöffentlichkeit schön abgelenkt ist.

Im Internet
• www.georgien.ru

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Saakaschwili verkündet Waffenstillstand und befiehlt Angriff


Und Michail Saakaschwili bewies sich als hinterhältiger Politiker: Wenige Stunden vor dem erfolgreichen (das heißt gut vorbereiteten) Großangriff verkündete er noch eine einseitige Waffenruhe. Er verfügte, nicht zurückzuschießen, selbst wenn man angegriffen werde. Vier Stunden später rasten erste Raketensalven auf Zchinwali.

Scheinheilig ist aber auch die russische Position: Nach außen mimt man den Blauhelm, der den Frieden wahren will. Parallel fliegt offenbar die russische Luftwaffe – denn die Südosseten haben keine – Angriffe auf georgische Städte. Und über Jahre päppelte Moskau die wie ein Dorn im Fleisch Georgiens sitzende Pseudo-Republik mit russischen Pässen, Renten und Waffen auf – und der Hoffnung auf eine spätere Eingemeindung.

Bei Russland-Aktuell
• Krieg im Kaukasus: Generalmobilmachung in Georgien (08.08.2008)
• Krieg im Kaukasus, Georgien startet Großoffensive (08.08.2008)
• Krieg? Südossetien rechnet mit georgischem Angriff (07.08.2008)
• USA: Russland darf in Abchasien nicht provozieren (08.07.2008)
• OSZE-Parlamentarier gegen Moskauer Politik im Kaukasus (02.07.2008)

Ausweitung des Konflikts droht


Georgien will offenbar schnell zumindest Zchinwali und dessen binational besiedelte Umgebung einnehmen - um in Zukunft wenigstens eine klare Demarkationslinie zu haben. Doch der Krieg droht zu eskalieren: Die ebenfalls von Georgien abgefallenen Abchasen haben mit Südossetien einen Beistandspakt – und mit Tiflis viele alte offene Rechnungen.

Schicken sie (wie machen andere Kaukasusvölker) nur ein Freiwilligenkorps – oder eröffnen sie eine zweite Front? Saakaschwilis Generalmobilmachung scheint darauf hinzuweisen.

Die große bange Frage ist jedoch: In wie weit sanktioniert der so betont friedfertige Dmitri Medwedew nun ein russisches Eingreifen „zum Schutz der russischen Bürger in Südossetien“ – und eine Vergeltung für seine dort schon getöteten Soldaten? Russlands Luftwaffe wäre schließlich in der Lage, ganz Georgien mit einem Schlag in Schutt und Asche zu legen.

US-Zögling Saakaschwili spielt im explosiven Kaukasus mit dem Feuer. Es wäre Zeit für Washington, ihn zurückzupfeifen.



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