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| Gute Freunde - das war einmal. Das Verhältnis zwischen Moskau und London ist zerrüttet (Foto: TV) | |
Montag, 04.02.2008
Eklat: Großbritannien wirft Putin Terrorismus vor
Moskau. Der Konflikt zwischen Moskau und London gewinnt an Schärfe. Der britische Regierungsberater David King hat erklärt, dass Präsident Putin für die Anschläge auf Moskauer Wohnhäuser im Jahr 1999 verantwortlich sei.
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Das russisch-britische Verhältnis steuert einem neuen Tiefpunkt entgegen. Nun hat erstmals ein hochrangiger britischer Politiker den Kreml beschuldigt, politischen Terror gegen die eigene Bevölkerung angewendet zu haben. Die Serie von Anschlägen auf Moskauer Wohnhäuser im Sommer 1999 sei von Putin gesteuert worden, erklärte Sir David King, Wissenschaftsberater der Regierung von Gordon Brown.
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„Putin war verantwortlich“ „Ich kann Ihnen sagen, dass Putin für die Bombenanschläge verantwortlich war. Ich habe den Beweis gesehen. Putin hätte die Wahlen ohne die Anschläge nicht gewonnen. Vor den Attentaten hatte er ein Rating von 10 Prozent. Danach sind die Werte auf 80 Prozent hochgeschossen“, sagte King.
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Bei den Attentaten auf Hochhäuser in Moskau waren über 300 Menschen ums Leben gekommen. Die russischen Behörden hatten tschetschenische Terroristen für die Anschläge verantwortlich gemacht. Der damalige Premier Putin versprach ein hartes Vorgehen gegen die Täter. Kurz danach begann der zweite Tschetschenienfeldzug.
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Litwinenko beschuldigte Putin der Anschläge Allerdings gab es bereits zu jener Zeit Gerüchte, dass der Geheimdienst FSB die Anschläge organisiert habe, um Putins Popularität zu steigern. Einer der bekanntesten Vertreter dieser Theorie war der nach London geflüchtete FSB-Agent Alexander Litwinenko, der im November 2006 an einer Plutonium-Vergiftung starb.
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London beschuldigt den russischen Geschäftsmann (und Ex-Agenten) Andrej Lugowoi, die Tat begangen zu haben und fordert dessen Auslieferung. Moskau weist die Forderung mit Verweis auf die eigene Verfassung zurück. Diese verbietet die Auslieferung eigener Staatsangehöriger an andere Länder.
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Eiszeit in den diplomatischen Beziehungen Seit jener Zeit herrscht in den – wegen des Asyls von Boris Beresowski in Großbritannien ohnehin gespannten – Beziehungen Eiszeit. Russland und Großbritannien haben inzwischen je vier Diplomaten des anderen Landes ausgewiesen. Zudem besteht der Kreml auf einer Schließung der Filialen des British Council (vergleichbar mit dem deutschen Goethe-Institut) in Russland.
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Zur Begründung gibt Moskau an, dass der British Council seit Jahren ohne die erforderliche Erlaubnis der russischen Regierung arbeite. Zudem verdächtigt der FSB Mitarbeiter der Organisation als britische Spione tätig seien.
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Noch hat das russische Außenministerium nicht auf die Äußerungen Kings reagiert. Zur Verbesserung der Atmosphäre haben die Anschuldigungen allerdings sicher nicht beigetragen.
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