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Abchasiens Präsident Sergej Bagapsch (Foto: Gaseta Respublika Abchasia)
Abchasiens Präsident Sergej Bagapsch (Foto: Gaseta Respublika Abchasia)
Mittwoch, 04.06.2008

Abchasien: „Kein Zusammenleben mit den Georgiern“

Suchumi. Sergej Bagapsch, der Präsident der abtrünnigen Provinz Abchasien, will die „Unabhängigkeit, weil wir sie uns verdient haben“ – und nicht als russische Retourkutsche für die Souveränität des Kosovo. Ein Interview.


Sergej Bagapsch ist Präsident Abchasiens. Der 59 Jahre alte ehemalige Sowchosen-Direktor wurde 2005 ins Präsidentenamt gewählt. Das Gespräch führte Ulrich Heyden für Russland-Aktuell in der Präsidenten-Residenz in Suchumi.

Bei Russland-Aktuell
• Abchasien: Drohnen und Drohungen über Badestränden (04.06.2008)
• Abchasien: Medwedew und Saakaschwili verhandeln (04.06.2008)
Russland- Aktuell: Die UNO-Beobachtermission in Georgien hat einen Bericht vorgelegt, nach dem ein unbemanntes georgisches Aufklärungsflugzeug über Abchasien von einem russischen Kampfflugzeug abgeschossen wurde.

Bagapsch: Ich kenne diesen Bericht. Nichtsdestotrotz erkläre ich: Alle sieben georgischen Drohnen wurden von der abchasischen Luftabwehr abgeschossen.

Russland- Aktuell: Wie werden sie in Zukunft auf georgische Drohnen reagieren?

Bagapsch: Wir werden sie abschießen, egal ob sie bemannt oder unbemannt sind. Wir haben Georgien und die UNO-Mission vorgewarnt. Das sind keine einfachen Apparate.

Russland- Aktuell: Der georgische Präsident Michail Saakaschwili kritisiert, dass zur russischen Friedenstruppe Fallschirmspringer und schwere Technik gehören. Wozu braucht die russische Friedenstruppe so was?

Bagapsch: Die Russen brauchen gepanzerte Fahrzeuge. In den Bergen sind die Wege schlecht. Schon viele russische Soldaten sind bei der Ausübung ihres Friedensdienstes gestorben.

Russland- Aktuell: In den letzten Wochen gab es zwischen Tiflis und Suchumi Gespräche über eine Friedensregelung. Was waren die Resultate?

Bagapsch: In Suchumi war der US-Außenstaatssekretär Matthew Bryza und der Vertreter Georgiens in der UNO, Irakli Alasania. Wir führten Gespräche über eine Friedensregelung. Wir haben vorgeschlagen, dass in einer ersten Etappe Georgien seine Streitkräfte aus dem oberen Teil des Kodori-Tals abzieht. Die Stationierung georgischer Truppen dort widerspricht der Moskauer Vereinbarung von 1994. Nach dem Abzug können Georgien und Abchasien eine Friedensvereinbarung unterzeichnen.

Bei Russland-Aktuell
• Drohnenabschuss: Tiflis fordert Russlands Truppenabzug (27.05.2008)
• Kaukasus: Süd- und Nordossetien wollen Vereinigung (21.05.2008)
• Georgien ist Krieg mit Russland „sehr nahe“ (06.05.2008)
• Luft- und Wortkrieg um Abchasien wird immer heißer (05.05.2008)
• Georgien: Drohnenabschuss vor dem UN-Sicherheitsrat (23.04.2008)
Unser Vorschlag wurde von der georgischen Seite normal aufgenommen, aber wir wissen nicht, welche Entscheidung Georgien gefällt hat. Wie uns Herr Bryza erklärte, sorgt man sich in den USA um die Situation, die sich zwischen uns und Georgien entwickelt. In den letzten Jahren hat sie sich immer mehr verschlechtert. 1993 bis 2003 gab es einen Gesprächsprozess zwischen Tiflis und Suchumi. Doch seit dem Machtantritt von Michail Saakaschwili in Georgien gibt es nur noch eine Sprachregelung, nämlich dass Georgien stark ist, von der ganzen Welt unterstützt wird und von überall her Waffen bekommt.

Russland- Aktuell: Der georgische Präsident Saakschwili will nur auf die Anwendung von Gewalt verzichten, wenn die georgischen Flüchtlinge nach Abchasien zurückkehren können. Die Abchasen lehnen die Rückkehr der Georgier aber ab.

Bagapsch: An keinem Krisenherd der Welt, wo es einen Krieg gab, sind so viele Flüchtlinge zurückgekehrt wie in Abchasien. In den Kreis Gali kehrten 60.000 georgische Flüchtlinge zurück. Die internationale Gemeinschaft müsste den georgischen Flüchtlingen in Georgien finanziell helfen, damit sie sich dort integrieren. Es ist nicht unsere Schuld, dass diese Menschen jetzt in Georgien sind. Georgien ist 1992 mit Truppen in Abchasien einmarschiert. Als wir unser Territorium befreit haben, haben sie Angst gekriegt und sind nach Georgien geflüchtet.

Russland- Aktuell: In Europa gibt es den Grundsatz, dass man das friedliche Zusammenlieben verschiedener Nationalitäten in einem Staat organisieren muss.

Bagapsch: In Abchasien sind sehr viele Menschen gestorben. Sie können heute jeden in Abchasien fragen. Niemand will mit den Georgiern in einem Staat leben.

Russland- Aktuell: In Europa haben viele damit gerechnet, dass Russland nach der Anerkennung des Kosovo Abchasien anerkennt. Warum ist das nicht passiert?

Bagapasch: Wir wussten, das Russland uns nicht sofort anerkennt. Putin hat erklärt, Moskau wolle den Westen nicht nachäffen. Wir wollen nicht, dass man uns nur deswegen anerkennt, weil die USA den Kosovo anerkennt. Wir wollen die Unabhängigkeit, weil wir sie uns verdient haben.

Russland- Aktuell: Finden sich die abchasische Geschäftswelt damit ab, dass die russischen Unternehmer in Abchasien Sanatorien und Hotels aufkaufen?

Bagapsch: Die Russen haben nicht alle Sanatorien gekauft. Außerdem gehörten die gekauften Sanatorien schon früher russischen Behörden. Es war richtig, dass wir Sanatorien verkauft haben. Wir brauchen Investitionen für den Wiederaufbau der Hotels, die im Bürgerkrieg ausgebrannt sind.

Russland- Aktuell: Mehr als die Hälfte der Abchasen hat einen russischen Pass. Jetzt hat Putin angeordnet, die Beziehungen zu Abchasien zu intensivieren. Russische Konsularbeamte sollen sich um Abchasen mit russischem Pass kümmern. Werden die Spannungen zwischen Suchumi und Tiflis dadurch nicht verstärkt?

Bagapsch: Die USA haben einen militärischen Beistandspakt mit Taiwan. Man kann nicht Abchasien etwas verbieten, was im Kosovo möglich ist. Ich möchte wissen, warum der Kosovo mehr Unabhängigkeit verdient als Abchasien. Der Westen schwieg, als 1992 georgische Truppen in Abchasien einmarschierten. Dem kleinen Volk der Abchasen drohte die Vernichtung. Niemand protestierte, außer Russland.

Russland- Aktuell: Wie kann Deutschland den Friedensprozess zwischen Tiflis und Suchumi unterstützen?

Bagapsch: Deutschland kann die Unterzeichnung einer Friedensvereinbarung unterstützten und darauf drängen, dass Georgien seine Truppen aus dem Kodori-Tal abzieht. Deutschland könnte ein Garant eines Friedensprozesses sein. Deutschland ist in der ganzen Welt anerkannt. Die deutsche Botschafterin in Tiflis war schon mehrmals in Suchumi.

Russland- Aktuell: Können sie sich vorstellen, dass die Friedenstruppe in Abchasien von Russen und Europäern gemeinsam gestellt wird?

Bagapsch: Wir werden hier keine europäische Friedenstruppe zulassen, weil die Europäer gegen die Abchasen eingestellt sind. Die russische Friedenstruppe kam nach Abchasien, um die Abchasen zu beschützten. 106 russische Soldaten haben hier während ihres Dienstes ihr Leben gelassen. Wenn hier keine russische Friedenstruppe stationiert ist, tritt Georgien in die Nato ein. Nach einem Nato-Beitritt Georgiens würde eine europäische Friedenstruppe aus Abchasien abziehen und dann würde Georgien einen neuen Krieg gegen Abchasien führen.

Russland- Aktuell: In den russischen Medien wird berichtet, dass in Abchasien der Bau von Zementfabriken für die Winterolympiade 2014 in Sotschi geplant ist.

Bagapsch: Wir werden hier Zement-, Beton- und Asphalt-Fabriken bauen und Baumaterial für die Olympiade verkaufen. Geschäftsleute aus Südkorea, Singapur, Österreich und Tschechien waren bereits hier. Sie interessierten sich für den Bau der Fabriken. Auch Chinesen und Griechen interessieren sich für Investitionen bei uns. Türken bauen ein Hotel und fangen Fische in unseren Gewässern. Viele Leute wollen in Abchasien Geschäfte machen.

(Ulrich Heyden/Suchumi/.rufo)


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Warum tankt der gute Mann in Schräglage? Weil er aus Polen kommt und im russischen Gebiet Kaliningrad das Benzin nur halb so viel kostet wie daheim. So passen noch ein paar Liter mehr in den Tank. Mit der Einführung des visafreien kleinen Grenzverkehrs im Juni wird der Sprit-Tourismus im ehemaligen Ostpreußen noch deutlich zunehmen. (Topfoto: Plath/.rufo)




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