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| Russlands Studenten gehen auf die Straße (Foto: Rodina) | |
Dienstag, 12.04.2005
Studenten protestieren gegen Bildungspolitik
Moskau. In Moskau sind für den 12. April Studentenproteste gegen die Bildungspolitik der Regierung geplant. Derweil wirft Bildungsminister Fursenko der Jugend „Konstruktivlosigkeit“ und eine Mitnahmementalität vor.
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Die Studentengewerkschaft „RAPOS“ hat für Dienstag Protestaktionen in ganz Russland angekündigt. Höhepunkt der Aktionen soll eine Demonstration neben dem Regierungssitz in Moskau sein. Von den Veranstaltern werden rund 10.000 Studenten erwartet.
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Protestpotenzial vorhanden
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Nach eigenen Angaben hat die Studenten-Gewerkschaft 1,2 Millionen Mitglieder in 67 Föderationssubjekten. Grund für den Widerstand gegen die Bildungspolitik der Regierung gibt es zur Genüge: Ein kleiner Teil der Studenten kann sich den Unterricht an gut ausgestatteten privaten Instituten leisten. Die Mehrheit aber muss mit unterbezahlten Lehrkräften, maroden Gebäuden und symbolischen Stipendien auskommen, die alleine nicht zum Leben reichen.
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Mehr Bildungsgerechtigkeit gefordert
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Forderungen der Studenten sind eine Angleichung der Stipendien an das Existenzminimum, die Verdoppelung der Dozentenbezüge und die Abschaffung der Wehrpflicht für Studenten. Für Bildungsminister Andrei Fursenko sind das die falschen Ziele. Seiner Meinung nach sollten sich Studentenorganisationen um die Zukunftsplanung der Jugend kümmern und für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen kämpfen.
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Für Sergei Schargunow, Vorsitzenden des „Rodina“-Jugendverbanes, sind das Aussagen eines typischen Beamten. Der Zeitung „Isvestija“ sagte er, dass eine Organisation zwar in einer „Verteilung von Kleidung an Bedürftige“ aufgehen könne, ein politischer Verband aber auf eine Änderung der Situation im Land hinarbeiten sollten.
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Politisch, aber nicht revolutionär
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Fursenkos ablehnende Haltung politischen Jugendorganisationen gegenüber könnte durchaus reale Hintergründe haben. Sowohl in Georgien als auch in der Ukraine waren Jugendorganisationen wie „Kmara“ und „Pora“ stark in die jeweiligen Revolutionen involviert.
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(jb/.rufo)
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