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Russlands Armee hat vor niemandem Angst (Foto: .rufo)
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Dienstag, 30.05.2006

US-Raketenabwehr doch gegen Russland gerichtet?

Moskau. Pläne, Anlagen für die US-amerikanische Raketenabwehr in Osteuropa zu stationieren, sorgen für Ärger in Moskau. Die Nato wiegelt ab: Die neuen Stützpunkte richten sich angeblich nicht gegen Russland.

In Moskau seien die US-Pläne für Raketenabwehr-Anlagen in Polen bekannt, sagte Verteidigungsminister Sergej Iwanow bei einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Franz Josef Jung in St. Petersburg. „Diese Pläne beunruhigen uns sehr ernsthaft“, so der Minister weiter.

Geografiekenntnisse der Nato mangelhaft


In Moskau legte Generalstabschef Juri Balujewski nach. Ziel des amerikanischen Vorhabens sei es, das russische Atomwaffen-Potential unschädlich zu machen, erklärte er nach Angaben der Moskauer Zeitung „Iswestia“. Amerikanische Rechtfertigungen, das System sei zur Abwehr potentieller Bedrohungen durch den Iran notwendig, nimmt Moskau nicht ernst.

Bei Russland-Aktuell
• Generalstabs-Chef: Wir schützen nur uns selbst (06.12.2005)
• Putin: Hochmoderne Atomraketen für Russland (17.11.2004)
Das Regime in Teheran werde auf absehbare Zeit keine Raketen besitzen, die Europa erreichen könnten. Außerdem müsste eine Raketenabwehr dann in Griechenland oder in der Türkei, nicht aber in Polen, Tschechien und Ungarn stationiert werden. „Die Idee, eine amerikanische Raketenabwehr in Europa aufzubauen, um Bedrohungen aus Problemländern wie dem Iran abzuwehren, deuten auf schlechte Erdkunde-Kenntnisse hin“, spottete Balujewski.

Über fünfzehn Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges scheint ein neues Wettrüsten zwischen Russland und der Nato nicht mehr ausgeschlossen. In seiner Rede zur Lage der Nation hatte Wladimir Putin die Verteidigungsfähigkeit seines Landes zur Schwerpunktaufgabe für den Staat erklärt. Gleichzeitig warnte er davor, die Fehler der Sowjetunion zu wiederholen. Statt nach einer Vormachtstellung bei der Anzahl der Waffensysteme zu streben, müsse Russland nach einer “intellektuellen Überlegenheit” streben, um auf äußere Bedrohungen zu antworten.

Russische Militärs sind sich sicher, dass auch die neue US-Raketenabwehr direkt vor den russischen Grenzen nicht in der Lage wäre, russische Atomraketen abzufangen. Dafür müsste Geschwindigkeit die Abfangraketen um ein Mehrfaches die der gestarteten Atomraketen übersteigen.

(kp/.rufo)


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Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)






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