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Keine Sprachbarrieren: Putin spricht Deutsch, Merkel spricht Russisch (Foto: Pressedienst des Kreml)
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Mittwoch, 11.10.2006

Wladimir Putins Geständnis: Ich liebe Deutschland

Moskau. Am Mittwoch landete die russische Präsidentenmaschine in München. Wladimir Putin besuchte den Freistaat Bayern. Wie schon gestern in Dresden wurde er erneut auch von Gegendemonstranten empfangen.

Zunächst einmal brachte der Kreml-Chef jedoch den Zeitplan seiner Gastgeber gehörig durcheinander. Wegen eines Stadtbummels in Dresden, wo er zu DDR-Zeiten für die sowjetische Auslandsspionage tätig war, startete Wladimir Putin erst mit mehr als einstündiger Verspätung Richtung Süden. Unweit der Frauenkirche „betrat das Staatsoberhaupt ein Cafe, trank eine Tasse Kaffee und blätterte die Dresdener Zeitungen durch“, berichtete das Staatsfernsehen in Moskau.

Grüne boykottieren Putin


Bei Russland-Aktuell
• Putin in Dresden: Grünes Gewölbe, Gas, Dialog (10.10.2006)
• Dresden: Petersburger Dialog gedenkt Politkowskaja (10.10.2006)
• Putin–Berater Prichodko zu Dresden-Besuch und EADS (14.09.2006)
In München hatte Putin vor allem Lob für Bayern übrig. Von den 3.500 in Russland tätigen Firmen mit deutschem Kapital komme die Hälfte aus dem Freistaat, sagte er nach einem Treffen mit Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU). Bayern sei darüber hinaus auch Vorreiter bei der regionalen Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation.

Wie zuvor schon in Dresden wurde auch die Visite in München von der Ermordung der Journalistin Anna Politkowskaja überschattet. Die Spitze der bayerischen Grünen-Fraktion boykottierte einen Staatsempfang mit Putin und kündigte an, stattdessen an einer Mahnwache für die am Samstag erschossene Kreml-Kritikerin teilnehmen.

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung hatte Putin zuvor den Mord verurteilt, aber wie auch bei einer Pressekonferenz in Dresden die Bedeutung von Politkowskajas Enthüllungsberichten heruntergespielt. Die Ermordung der russischen Journalistin hätten der russischen Führung weit mehr Schaden zugefügt als ihre Artikel, erklärte er.

In dem Zeitungsinterview versuchte Putin zugleich, die Furcht der Deutschen vor seinem Land zu zerstreuen, dass im Westen immer häufiger als finanzstarker Investor auftritt. Die Deutschen sollten sich stattdessen „darüber freuen“, dass etwa der Gaskonzern Gazprom den Bundesligaverein „Schalke 04“ mit über einhundert Millionen Euro sponsert.

Auch über sein persönliches Verhältnis zu Deutschland sprach der Kreml-Chef offen: „Ich liebe Deutschland und mache keinen Hehl daraus. Ich spreche immer schlechter Deutsch, aber ich mag die deutsche Sprache. Ich liebe die deutsche Kultur. Sie nimmt einen ungeheuren Platz in der Zivilisation der Menschheit ein. Russland war immer durch enge Bande mit Deutschland verbunden.“

(kp/.rufo)


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her-Boennigheim 23.04.2014 - 18:56

Viktor, was hast Du Dich verändert. Nicht nur eine Seite betrachten. Beide sehen. Der Mensch lernt lesen und schreiben (hast Du), denken aber nicht den Medien überlassen (hast Du nicht). Druschba


Friedel 18.04.2014 - 18:37

Ich liebe Russland

Lieber Stoll,
so wie Du argumentierst, zeigt wie arm Du bist.
Wer die letzte Kolonialmacht der Welt ist das solltest Du aber wissen, wie schon gesagt, Du solltest Deine Augen mehr öffnen und nicht den billigen Medien soviel
Glauben schenken; oder wo holst Du Dir Deine Informationen her.
Sprich doch mal mit Deinem Nachbarn oder
Deinem Frisör über das Thema Russland
und USA.
Ich wünsche Dir ein gesegnetes Osterfest.


Stoll 17.04.2014 - 11:09

Je größer die Angst Putins, um so größer die Lügen aus Russland



Russland befindet sich ohnehin in der Abwärtsspirale, dessen ist sich Putlin bewusst.
Russland die letzte Kolonialmacht der Welt, versucht sich aufzubäumen. Putlin als Verbünderter der orthodoxen Kirche wirkt tragikomisch und peinlich. Schon wieder hat die Politik der Bevölkerung nichts anzubieten als stumpfe aber durchaus wirksame Parolen. Auch der österreichsche Hitler hat die Deutschen mit stumpfen Parlolen betrunken gemacht. Die Inhalte der Parolen sind wie über die Kopiermaschine gemacht.
Russland stirbt aus, zumindest die Russen; die Lebenserwartung sinkt seit Jahren, alkoholgeschädigte Neugebore sind weiterhin auf der Tagesordnung. In den 80-iger Jahren waren es an die 250 000 jährlich.
Was kommt aus Russland? Rohstoffe. Mit wessen Hilfe werde sie vermarktet? Wer hilft bei der Erschließung der Lagerstätten? Der Westen.
Kommen aus Russland Handys? PC? Tablets? Jeans? Sportbekleidung? Soziale Medien? Autos? Flugzeuge? Wo machen die Russen Urlaub? Im Westen? Wo haben die Oligarchen ihr Geld im Westen. Wo leben sie? Im Westen. Haben Russen Angst vor Reisebeschränkungen? Ja. Haben wir Europäer davor Angst? Nein.

Das größte Problem der Russen sind ihre Minderwertigkeitskomplexe. Putlin sagt es uns ja in jeder seiner imperialen Reden, welcher Komplexe er hat.

Im schlimmsten Fall werden die USA ähnliche Sanktione verhängen, wie vor Jahren gegen den Iran. Jeder wird bestraft, der dann mit Russland Geschäfte macht.
Nur so kommt man dem pubertären mit Komplexen beladenen Halbstarken Putlin beikommen.


Friedel 16.04.2014 - 11:18

Ich liebe Russland

Lieber Stoll,
es geht doch hier um die Politik des Westens
und nicht um Putin.
Mach doch bitte mal Deine Augen auf und höre
nicht so viel auf die Medien.


Stoll 15.04.2014 - 18:59

Die deutsche Seele steht Russland nahe, aber nicht Putin

Mir scheint, das einige Deutsche das eigene System verdammen, aber Putins Russland lobpreisen. Sicher ist nicht alles Gold was glänzt in unserem Land, aber wenn es um die politischen Freiheiten und die Lebensverhältnisse in Deutschland geht, unterscheiden wir uns vom jetzigen Russland ganz gewaltig. Und das zu unserem Vorteil. Warum wünschen wir den Russen nicht annähern die gleichen Lebensverhältnisse wie in Deutschland oder dem größten Teil Westeuropas. Stattdessen wir Putin noch über den grünen Klee gelobt, was das Zeug hält. Einen Tausch für ein paar Monate in Russland, würde viele davon heilen, dem System Putins weiter zu huldigen.


Friedel 15.04.2014 - 12:08

Ich liebe Russland

Die deutsche Seele steht Russland näher
als dem Lande Obamas.


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