Große Pötte sind im Hafen von Wladiwostok keine Seltenheit. (Foto: Deeg/.rufo)
9259 km: Wladiwostok – Kleine Weltstadt am Pazifik
Noch gibt es in Wladiwostok keine Wolkenkratzer-Skyline wie in Hongkong oder Schanghai. Doch die Hafenstadt am Pazifik hat mehr weltstädtisches Flair, als alle anderen russischen Städte östlich des Urals.
Wladiwostok liegt auf einer hügeligen Landzunge und hat eine kurze, aber turbulente Geschichte. 1860 gingen die ersten Siedler in der Bucht Goldenes Horn an Land, die an dieser Stelle die spätere Stadt aufbauten.
Kaufleute aus aller Welt prägten die Stadt unweit der chinesischen Grenze. Das Kaufhaus der beiden Hamburger Gustav Kunst und Gustav Albers aus dem 19. Jahrhundert ist bis heute der größte Einkaufstempel der Stadt.
Nach der Oktoberrevolution wurde die weltoffene Stadt von der Außenwelt abgeschottet. Ausländer durften Wladiwostok, den Heimathafen der sowjetischen Pazifikflotte, erst 1991 wieder besuchen.
Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)