Astrachan liegt dort, wo die Wolga endet. (Foto: RIA Novosti)
Astrachan – Am Rand der großen Steppen
Astrachan ist der letzte Wolga-Hafen vor dem Kaspischen Meer und liegt 1500 Kilometer südöstlich von Moskau am Rand menschenleerer Halbwüsten. Weltbekannt wurde Astrachan durch den Kaviar, der im Wolgadelta aus den Bäuchen der Störe herausgeschnitten wird.
Die Stadt wurde im 16. Jahrhundert an der Grenze zwischen Europa und Asien als russische Festung auf den Trümmern eines Tatarenreiches gegründet und stieg zu einem bedeutenden Handelszentrum zwischen Russland, dem Orient und Indien auf.
Die vor allem im Sommer oft staubigen Straßen von Astrachan werden von einem bunten Völkergemisch aus Russen, Tataren, Kasachen und Kaukasiern bevölkert.
Nur wenige Schritte von der grandiosen Kathedrale des Astrachaner Kreml rufen die Muezzine die Gläubigen zum Gebet in die Moscheen. Auch ausländische Händler aus Europa und Indien haben im Laufe der Jahrhunderte in der Stadt ihre Spuren hinterlassen.
Astrachan ist heute ein wichtiges Zentrum für Lebensmittel- und Fischindustrie und den Schiffbau. In der Umgebung der Stadt werden in der Steppe auf bewässerten Feldern die saftigen Melonen angebaut, mit denen in jedem Spätsommer endlose Lastwagen-Kolonnen nach Moskau fahren. Die Stadt hat knapp 500.000 Einwohner.
Jetzt ist richtig Winter in Russland - es gibt genug Schnee und Frost, ganz so, wie man es gewohnt ist. Als diese Langläuferinnen bei Selenogorsk an der Ostseeküste den Hügel herunterrutschten, hatte es allerdings noch nicht plusminus 20 Grad unter Null wie in den letzten Tagen. ( Topfoto: Deeg/.rufo)