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Russischer Clubbesitzer: Können die Fans von Portsmouth jetzt aufatmen? (Foto: dailymail)
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Mittwoch, 01.06.2011

Russe kauft englischen Zweitligisten Portsmouth

Moskau. Der russische Banker Wladimir Antonow wird neuer Besitzer des englischen Fußball-Zweitligisten Portsmouth. Er will dem Klub auf die Beine helfen, aber „nicht mit seinem Geld um sich werfen“, wie er selbst sagt.

Der Boss der Convers-Finanzgruppe, deren Kapital auf 300 Millionen englische Pfund geschätzt wird, kauft den klammen Verein seinem letzten Besitzer, dem Nepalesen Balram Chainrai ab. Der hatte es geschafft, Portsmouth nach seiner Bankrotterklärung und dem Abstieg aus der Premierliga finanziell einigermaßen zu sanieren.

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Interesse für Sport und Sportbusiness


Antonow wollte schon seit längerem in die Fußballbranche einsteigen; vor Portsmouth hatte es u. a. erfolglose Verhandlungen mit den schottischen Glasgow Rangers gegeben. Der Versuch, den finanziell vor dem Abgrund stehenden russischen FC Moskwa zu übernehmen, war ebenfalls gescheitert.

Antonow ist bekannt als sportbegeisterter Geschäftsmann. Seine Convers Group ist Mitbesitzerin des Hockeyclubs „Spartak“, er selbst ist dort Aufsichtsratsvorsitzender. Persönlich tat er sich 2010 als Teilnehmer der „Midnight Sun Rally“ mit dem Saab-Team in Schweden hervor.

Keine bodenlosen Summen


Nun hat es also auch mit Portsmouth geklappt. Die Verhandlungen hatten sich monatelang hingezogen. Antonow gibt in einem Kommentar zu dem Vertragsabschluss die Marschrichtung an: Rückkehr in die englische Premierliga und zur finanziellen Stabilität.

Laut Antonow hat die Premierliga seinem Business-Plan für den Verein zugestimmt. Der sieht finanzielle Aufwendungen für den Kauf neuer Spieler und den Umbau des Heimstadions Fratton Park vor. Zwar werden keine Zahlen genannt, aber Kenner der Szene schätzen, der Übernahme-Deal habe Antonow 15 Millionen Pfund gekostet.

Die weitere Finanzierung soll aber „im vernünftigen Rahmen“ laufen, so Antonow. Im Unterschied zu anderen potenten ausländischen Vereinsbesitzern werde er sein Geld nicht aus dem Fenster werfen; die Summen für die Modernisierung würden nicht „bodenlos“ sein.

Antonow fünfter russischer Vereinsbesitzer


Für Portsmouth wechselt damit zum fünften Mal in den letzten zwei Jahren der Besitzer. Unter ihnen war auch Alexander Gaidamak, der Sohn des milliardenschweren israelischen Unternehmers russischer Herkunft Arkadi Gaidamak. Der war 2008 an der Weltfinanzkrise gescheitert.

Wladimir Antonow ist übrigens der fünfte reiche Russe, der einen ausländischen Fußballverein kauft. Den ersten und spektakulärsten Einkauf tätigte 2003 Roman Abramowitsch mit Chelsea London. 2007 kaufte sich Alischer Usmanow bei Arsenal ein.

Im Mai 2011 erwarb Juri Korablin den italienischen Klub Venezia; zeitgleich übernahm Bulat Tschagajew die Aktienmehrheit am schweizerischen Xamax Neuchatel.



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