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Wenn Chikiss auftritt kann schon mal das Weltbild aus den Fugen geraten. Das Unterbewusstsein hört mit. (Foto: Chikiss)
Wenn Chikiss auftritt kann schon mal das Weltbild aus den Fugen geraten. Das Unterbewusstsein hört mit. (Foto: Chikiss)
Donnerstag, 02.06.2011

Chikiss – Psychedelisches gestrickt in St. Petersburg

Berlin. Es hört sich an, als wäre es dem Radiohörer schon seit Ende der sechziger Jahre vertraut. Kommt aber nicht von AFN und BBC, sondern direkt aus dem sonst eigentlich unterkühlten St. Petersburg: Chikiss in Berlin.


Wenn Galja Tschikis mit ihrer dreiköpfigen Gruppe Chikiss auftritt, beginnen sich beim Hörer Landschaften aufzutun, die aus tiefen Träumen stammen könnten. Blubbernde und wabernde Wahrnehmungen, die durchaus in einem zeitgenössischen Popsong münden können. Aber wieder auch nicht müssen.

Klangexperimente als Geschichten


Galja Tschikis hat viele Gesichter. Als gebürtige Weißrussin ist sie längst in St. Petersburg heimisch geworden und erzählt von dort aus von ihren Lebenserfahrungen. Vertont als Unterwasser-Bubble-Chewinggum-Psychedelic oder einfach nur Experimente mit dem Lärm, das Leben schreibt viele Geschichten.

Wann und wo
02.06.2011 – Berlin, CCCP Bar
Das letzte Album hieß „Langsam“ und das aktuelle nun „Ohne Sauerstoff“, viel Platz also, um zu sinnieren und interpretieren. Aber genau da zielt die Musik von Chikiss hin, dem freimachen von den oberflächlichen Alltagsgedanken, dem Verdrängten des Elementaren, welches uns unser Leben diktiert.

Der psychoaktive Aspekt der Musik


Ein Konzert von Chikiss ist wie eine Reise in das innere Ich. Ein Trip, Drogen könnten es kaum schöner richten, in die Tiefen der Seele. Auch Galja Tschikis stülpt ihr Inneres nach außen, wenn sie sich an ihr Klavier setzt und aus ihrem Leben singt. Im Grunde genommen sind es banale Zoten, die in den Liedern behandelt werden.

Mit etwas Einfühlungsvermögen wird aber jeder zustimmen, solche Gedanken ebenfalls sein Eigen zu nennen und ab da beginnt eine Art seltsamer Prozess im Kopf zu arbeiten. Der Prozess, sich selber den Gefallen zu tun, das Unerklärliche doch bitte schön unerklärlich zu belassen, aber es dennoch versuchen zu verstehen.

Music for the mind and for the body


Das hört sich nun komplizierter an, als es wirklich ist. Das Geheimnis ist erstaunlicherweise sogar denkbar einfach. Sich fallen lassen und an etwas zu glauben. Am besten an sich selbst. Um es mit den Worten eines heute 70-jährigen kalifornischen Altmeisters der psychedelischen Musik zu sagen: Music for the mind and for the body.

Chikiss sind nicht gerade die Überflieger der Szene, eher im Gegenteil. Beschaulich und bescheiden widmen sie sich ihrer Arbeit und ein derartiges Projekt darf sich auch schon mal ein paar Jahre zeitlassen, bis es auf die Bühne kommt.

Aber es gibt auch vieles, was spontan auf das Publikum losgelassen wird. Die Improvisation, die zum festen Bestandteil des Geschehens wird. Und sei es nur für einen nie mehr wiederkehrenden Moment. Berlin darf sich freuen…



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